von Aktion Deutschland Hilft
Kein Strom, keine Wärme, kein Wasser – und kaum Hoffnung auf einen nahen Frieden: Die Menschen in der Ukraine stehen vor dem fünften und wohl bisher schwersten Kriegswinter. Bomben, Drohnen und Raketen treffen verstärkt und gezielt die Energie- und Wasserversorgung des kriegsgeschüttelten Landes.
Aktion Deutschland Hilft mahnt: Der Hilfsbedarf steigt zum Wintereinbruch massiv an.
“Hilfe zu bekommen, wird für die Menschen jetzt ganz besonders zur Überlebensfrage. Wer Tag für Tag mit Krieg, Angst und Ungewissheit leben muss, kämpft nicht nur um das körperliche Überleben, sondern auch darum, innerlich nicht die Hoffnung zu verlieren. Humanitäre Hilfe kann in dieser Situation auch ein Zeichen sein: Ihr seid nicht vergessen.”
Maria Rüther, Hauptgeschäftsführerin von Aktion Deutschland Hilft
Die Bündnisorganisationen leisten mit Hochdruck Winterhilfe.
Mehr Hilfen für den täglichen Bedarf nötig
Der Bedarf an Dingen, die die nahende Winterkälte aushaltbar machen, steigt massiv an: Deshalb verteilt die Bündnisorganisation Malteser International Schlafsäcke, Isolierdecken, Generatoren und Heizmaterial. Hybride Energiesysteme für Gesundheitseinrichtungen halten die medizinische Versorgung der Menschen in Frontgebieten aufrecht.
Massiv angestiegen ist auch der Bedarf an psychologischer Hilfe, stellen die Helfer:innen von Malteser International fest: Menschen suchen zunehmend Hilfe bei Ängsten und Schlafproblemen. Auch die Anfragen von Betroffenen, die bei den jüngsten Angriffen ihr Zuhause, ihre Existenzgrundlage oder gar geliebte Angehörige verloren haben, nehmen zu.
Gesundheitszentren bereiten sich auf den Winter vor
Die Gesundheitsstationen der Johanniter-Auslandshilfe erwarten eine Zunahme an Patient:innen im Winter. Doch Kälte und Dunkelheit erschweren selbst einfache Behandlungen.
Wenn der Strom für Kühlschränke ausfällt, wird es schwierig, Medikamente und Impfstoffe sachgerecht zu lagern. 68 der 75 Gesundheitszentren, die von den Johannitern unterstützt werden, müssen winterfest gemacht werden. Deshalb liefert die Bündnisorganisation von Aktion Deutschland Hilft gut 2.300 Tonnen Brennholz und Briketts an medizinische Einrichtungen in Charkiw, Sumy und Saporischschja.
Mehr als 1.000 Powerbanks und Generatoren, Medikamente und medizinische Ausrüstung helfen zudem, den täglichen Betrieb aufrechtzuerhalten. Allerdings sind auch medizinische Einrichtungen von den Angriffen betroffen: Eine Rakete traf die Gesundheitseinrichtung eines Partners der Johanniter in Kyjiw schwer. Zum Glück gab es keine Verletzten.
Winterfeste Wohnhäuser und Infrastruktur
Mehrere Bündnisorganisationen machen Wohnhäuser und öffentliche Gebäude winterfest. So repariert und isoliert Help – Hilfe zur Selbsthilfe Privathäuser, Schulen, Kindergärten und Krankenhäuser.
Die Organisation setzt Wassersysteme instand, besonders im ländlichen Raum, wo Menschen oft keinen verlässlichen Zugang zu sauberem Wasser haben. Sie beschafft für Krankenhäuser und Schulen dezentrale Energiesysteme wie Photovoltaik, Generatoren oder mobile Heizkesselräume, um sie winterfest zu machen.
“Im vergangenen Winter sanken die Temperaturen auf bis zu minus 30 Grad. Zeitgleich gab es massive Angriffe auf die Energieinfrastruktur. Dementsprechend groß ist die Angst vor dem nächsten Kriegswinter. Das Wichtigste ist jetzt, die Energieversorgung der Menschen zu sichern.”
David El Haidag, Programm-Manager Ukraine bei Help – Hilfe zur Selbsthilfe
+++ Spendenaufruf +++
Aktion Deutschland Hilft, Bündnis der Hilfsorganisationen,
bittet dringend um Spenden für die betroffenen Menschen aus der Ukraine.
Stichwort: Nothilfe Ukraine
IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30, BIC: BFSWDE33XXX
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