Hunger im JemenHunger im Jemen: Myla isst wieder

01-07-2020

von ADRA/Aktion Deutschland Hilft

Die kleine Myla ist heute ein Jahr alt. Dass sie ihren ersten Geburtstag überhaupt erlebte, verdankt sie ihrer Mutter, die es geschafft hat, ihre Tochter in die ADRA-Klinik Kamaram im Nordwesten Jemens zu bringen.

"Meine Tochter litt furchtbar"

"Sie war unterernährt und sehr krank. Ich bin mit ihr überall hingegangen in der Hoffnung, man könne ihr helfen. Doch es ging ihr immer schlechter, egal, was ich tat", erzählt Mylas Mutter. Mit einem Gewicht von 4.350 Gramm bei einer Körpergröße von 70 Zentimetern war das Kleinkind gefährlich unterernährt. Die junge Frau wusste nicht weiter: "Meine Tochter litt furchtbar. Sie hat nichts gegessen, höchstens getrunken."


Bildergalerie: Jemen – ein Land am Abgrund


Als sie von der umliegenden ADRA-Klinik erfuhr und dass sie dort medizinische Hilfe erhalten würde, verlor sie keine Zeit und brachte ihre Tochter zu den Ärzten. Eine intensive Therapie war nötig, doch sie half Myla, allmählich wieder zu genesen.

Nun kann sie ambulant weiterbehandelt werden. Die Freude der Mutter ist übergroß: "Ich bin so glücklich, ich kann es noch immer kaum fassen. Sie hat langsam, Stück für Stück, wieder angefangen zu essen."

Jemen: Hilfe für mehr als 9.000 kleine Kinder dank ADRA


Es ist kein Geheimnis, dass im Jemen die größte humanitäre Katastrophe unserer Zeit stattfindet. Solange die Kampfhandlungen andauern, wird sich an der verheerenden Lage nichts ändern.

Myla wäre beinahe eines von 55 Kindern geworden, das geschätzt auf 1.000 Kinder, das fünfte Lebensjahr nicht erreicht. Die gesamte medizinische Versorgung des Landes leidet massiv unter den Kämpfen. Hilfslieferungen kommen nur schwer hinein, obwohl das Land so sehr auf Importe angewiesen ist.

Bürgerkrieg im Jemen blockiert lebensnotwendige Hilfslieferungen

Nicht nur medizinische Hilfsgüter oder Medikamente, sondern auch Lebensmittel fehlen wegen der bestehenden Blockaden.

Seit acht Jahren organisiert ADRA Deutschland Gesundheitsdienstleistungen für fast eine halbe Millionen Menschen. Über 9.000 Babys und Kleinkinder konnten bisher Helfer und Ärzte retten. Doch es sind so viele Kinder mehr, die – unterernährt und teilweise krank – behandelt werden müssen.

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
nimmt Spenden für die Betroffenen im Jemen entgegen unter:

Spenden-Stichwort: Hunger Jemen
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Spenden-Hotline: 0900 55 10 20 30 (Festnetz kostenfrei, mobil höher)
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