Flüchtlinge weltweitWeltflüchtlingstag 2018: Vom Fliehen und Ankommen

18-06-2018

von Aktion Deutschland Hilft

Mehr als 68,5 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht. Gewalt, Hunger oder Naturkatastrophen zwingen Kinder, Frauen und Männer, ihre Heimat zu verlassen. Viele verlieren alles und suchen Schutz im eigenen oder in einem anderen Land.

Doch sie alle verbindet eines: Sie sind Menschen. Unter #grenzenlosMensch teilen wir ihre Geschichten - erfahren Sie mehr!

Dank Ihrer Spende können wir das Leid von Flüchtlingen lindern. Hier erzählen einige von ihnen, warum sie fliehen mussten und wie sie heute leben. In der Bildergalerie (oben) finden Sie noch mehr Geschichten – jetzt durchklicken!

Noors Familie: Hilfe im griechischen Flüchtlingscamp

Noor und ihr Sohn sind nach ihrer Flucht aus dem Irak in Griechenland angekommen
Aktion Deutschland Hilft/Thorsten Thor


Seit März 2016 sind zehntausende Flüchtlinge in Griechenland gestrandet. Darunter auch Hissam, Noor und ihre beiden kleinen Söhne. Sie flohen aus dem Irak, nachdem ihr Baby bei einer Bombenexplosion schwer verletzt wurde.

Die Flucht war lebensgefährlich. Das Schlauchboot kenterte auf offener See. Mit letzter Kraft erreichten sie das griechische Festland. Seitdem lebt die Familie in einem der größten Flüchtlingscamps in der Hauptstadt Athen.

Wie tausende Flüchtlinge weltweit erhält die Familie von Noor und Hissam dort Hilfe von unseren Bündnisorganisationen: mit Lebensmitteln, Trinkwasser, Haushaltsgütern, Unterkünften, medizinischer Versorgung und psychologischer Unterstützung.

Godi: Ein Klassenzimmer für alle

Ein Junge in einem Flüchtlingscamp in Uganda mit seinem selbst gebastelten Spielzeug
Global-Care/Uganda


Godi ist stolz auf seinen LKW, den er aus einer Dose und Flaschenverschlüssen selbst gebastelt hat. Das Lächeln in seinem Gesicht steht für neue Hoffnung.

Mit seiner Mutter und sieben Geschwistern lebt der Neunjährige in einer kleinen Hütte aus Lehm und Steinen im Flüchtlingslager Parolinya in Uganda. Seit 2017 leben sie in dem Camp – seit der Flucht vor Hunger und Gewalt in ihrer Heimat, dem Südsudan.

Godis Schwester heißt Gloria. Die 16-Jährige will lernen, doch die wenigen Schulen im Camp sind überfüllt oder viele Kilometer entfernt. Das Kinderhilfswerk Global-Care, ein Bündnismitglied von Aktion Deutschland Hilft, setzt sich für Kinder wie Godi und Gloria ein – beispielsweise durch den Bau einer Schule. Dort erhalten die Kinder täglich gesunde Mahlzeiten. Und damit der Zusammenhalt wächst, lernen in den Schulklassen geflüchtete und einheimische Mädchen und Jungen gemeinsam.


Bilder zum Herunterladen und Teilen finden sie hier:

#grenzenlosMensch - teilen Sie unsere 6 Bilder!


Abdi Karshe: Querschnittsgelähmt von Somalia nach München

Trotz seiner Behinderung gelang Abdi Karshe die Flucht aus Somalia nach Deutschland
Handicap International/Till Mayer


In den 90er Jahren träumen Abdi Karshe und seine Freunde in Somalia von einer Fußballkarriere. Ein paar hundert Meter weiter sterben Menschen im Krieg. Eines Tages stehen Kämpfer vor der Schule. "Lauft um euer Leben", brüllt der Lehrer. Karshe rennt. Doch ein Querschläger trifft den damals 18-Jährigen. Seitdem ist er querschnittsgelähmt.

Unter Schmerzen und fast ohne Geld flieht er von Somalia nach Deutschland. Er überlebt nur knapp. Nun sucht er in München eine zweite Chance. Die Stadt kannte Karshe zuvor nur von einem Fußballtrikot, das ihm sein Vater vor vielen Jahren schenkte.

Mittlerweile spricht er Deutsch und kann mit Computern umgehen: Die Hilfsorganisation Handicap International bietet Sprach- und Computerkurse an. Mittlerweile gibt er selbst Kurse und würde am liebsten eine Ausbildung machen: "Als IT-Experte ist man ein gefragter Mensch", sagt er. Es ist kein einfaches Vorhaben – doch er will weiter kämpfen.

Kulu: Die seelischen Wunden bleiben

Kulu und ihre Kinder gehören zu den zahlreichen Binnenvertriebenen in Nigeria.
Malteser International/Emily Kinskey


Auf der Flucht vor Terror und Gewalt verlor Kulu ihren Mann und ihr ungeborenes Kind. Es ist mittlerweile drei Jahre her, dass Rebellen ihr Dorf in Nigeria überfielen. Ihre körperlichen Wunden heilten. Die seelischen sind geblieben.

Kulu lebt nun mit ihren sieben Kindern im Camp Maidinatu nahe der nigerianischen Stadt Maiduguri. Die Situation ist schwierig. Doch Malteser International hilft den Menschen.

"Malteser International gaben mir Wasserkanister, eine Kindertoilette, Bade- und Wäscheseife, Wasserkocher und viele weitere nützliche Dinge. Ich bin sehr glücklich darüber", sagt Kulu. Sie träumt davon, dass ihre Kinder zur Schule gehen und Geld verdienen können. Sie sollen es eines Tages besser haben.

So hilft unser Bündnis auf allen Stationen der Flucht:

Hilfe in den Herkunftsländern

  • Syrien: Wir leisten medizinische Nothilfe. Mit mobilen Gesundheitsstationen verteilen sie Medikamente und organisieren Blutspenden.
  • Irak: Wir verteilen Hygieneartikel an rückkehrende Flüchtlinge und ermöglichen den Zugang zu sauberem Trinkwasser.
  • Afghanistan: Wir organisieren die Gesundheitsversorgung von Binnenflüchtlingen
  • Somalia: Wir integrieren rückkehrende Flüchtlinge in die Dorfgemeinden und unterstützen Jugendliche beim Zugang zu Bildung und zum Arbeitsmarkt.
  • Ost-Ukraine: Wir helfen mit Lebensmittelpaketen und Hygieneartikeln und schaffen  Heizmöglichkeiten für die kalten Monate.
  • Serbien: Wir leisten psychosoziale und juristische Beratung für Roma, die von Flucht, Gewalt und Armut betroffen sind.

Hilfe in den Ankunftsländern

  • Libanon: Wir verteilen Medikamente an chronisch kranke Libanesen und syrische Flüchtlinge. Und wir helfen ihnen, schreckliche Erlebnisse zu verarbeiten, unterstützen sie mit Hygienepaketen und verteilen Lebensmittel und Winterkleidung. Für syrische Schulkinder bieten Helfer Unterricht an.     
  • Jordanien: Wir unterstützen syrische Flüchtlinge in Jordanien im jungen Erwachsenenalter beim Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt.
  • Pakistan: Wir kümmern uns um die Gesundheit geflüchteter Mütter und Kinder.
  • Griechenland: Wir helfen Flüchtlingen, ihre Traumata zu verarbeiten, beraten sie in Asylrechtsfragen und helfen bei der Gesundheitsversorgung. Helfer begleiten Kinder in öffentliche griechische Schulen. Und wir bauen Gruppenunterkünfte für Flüchtlinge und organisieren Freizeitangebote.
  • Demokratische Republik Kongo (DR Kongo): Wir helfen schwer kranken und mangelernährten Flüchtlingen aus der Zentralafrikanischen Republik: mit Notfallnahrung und Medikamenten. Fortbildungen für das örtliche Gesundheitspersonal helfen langfristig.
  • Tschad: Wir verteilen Lebensmittel und Hygieneartikel an Flüchtlinge. Helfer stellen über 2.000 Toiletten bereit und bauen und reparieren Brunnen.
  • Kolumbien: Wir helfen Binnenvertriebenen und Flüchtlingen aus Venezuela mit Trinkwasser und Lebensmitteln.
Flüchtlinge weltweit: So hilft Ihre Spende  

Danke, dass Sie die Nothilfe unseres Bündnisses mit Ihrer Spende unterstützen!

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
bittet dringend um Spenden für Flüchtlingshilfe weltweit

Spenden-Stichwort: Hilfe für Flüchtlinge weltweit
IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30, BIC: BFSWDE33XXX
Spenden-Hotline: 0900 55 10 20 30 (Festnetz kostenfrei, mobil höher)
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