Frau trauert vor einer Wand in Aleppo, Syrien

Hilfe für FlüchtlingeSyrien: Große Sorge um Zivilbevölkerung in Aleppo

13-12-2016

von Malteser International

Die bevorstehende endgültige Einnahme von Ost-Aleppo durch syrische Regierungstruppen erfolgt allem Anschein nach auch weiterhin unter völliger Missachtung von Menschenrechten und internationalem Völkerrecht. „Die Lage ist höchst bedrohlich und das Leid der Menschen unvorstellbar“, sagt Sid Peruvemba, stellvertretender Leiter von Malteser International. „Unsere Sorge gilt den Zivilisten in den vormals von der Opposition kontrollierten Gebieten, denen möglicherweise lebensrettende Hilfe vorenthalten wird. Hinzu kommen Berichte über willkürliche Festnahmen, massenweise Internierung oder spurloses Verschwinden von Männern.“

Ein Ende der Gewalt ist im Norden des Landes nicht einsehbar

Auch wenn die Einnahme Aleppos als wichtiges Symbol im syrischen Bürgerkrieg gilt, ist ein Ende der Gewalt insbesondere im Norden des Landes weiterhin nicht absehbar. Die Bereitstellung von humanitärer Hilfe bleibt höchste Priorität, um Menschenleben zu retten.

Malteser International hat mit finanzieller Unterstützung des Auswärtigen Amtes 1.100 Zelte und 13.000 Decken beschafft, um auf den Zustrom von Flüchtenden aus dem Umland von Aleppo in die Region Idlib reagieren zu können. „Gemeinsam mit unserer syrischen Partnerorganisation können wir damit 2.200 Familien helfen, die in der Schlacht um Aleppo alles verloren haben“, sagt Peruvemba. 

Ärzte und Pflegepersonal sind im letzten Oppositionsgebiet eingeschlossen

Die Mitarbeiter in den von Malteser International unterstützten medizinischen Einrichtungen in Ost-Aleppo - ein Kinderkrankenhaus und eine Blutbank - mussten die Arbeit einstellen. Ärzte und Pflegepersonal sind im letzten verbliebenen Oppositionsgebiet eingeschlossen.

Malteser International stellt seit 2013 gemeinsam mit einem syrischen Partner Gesundheitsversorgung für Intern Vertriebene an der türkisch-syrischen Grenze bereit.

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