Hilfe für FlüchtlingeCARE-Bericht: Frauen, Flucht und Klimakrise

07-07-2020

von CARE

Nach einem neuen Bericht der internationalen Hilfsorganisation CARE, steuert unser Planet auf eine Erderwärmung von bis zu vier Grad zu. Breite Flächen der Erde könnten unbewohnbar sein, bis 2070 wären rund drei Milliarden Menschen Sahara-ähnlicher Hitze ausgesetzt.

Klimawandel verstärkt Ungleichheit zwischen Mann und Frau

Bereits 2019 gab es 23,4 Millionen Menschen, die wegen starker klimatischer Veränderungen aus ihrer Heimat fliehen mussten. Der CARE-Bericht zeigt auch: Frauen und Mädchen in ärmeren Regionen leiden unverhältnismäßig stark, da die Auswirkungen des Klimawandels die Ungleichheiten zwischen Männern und Frauen weiter verschärfen.

Frauen benötigen daher nicht nur dringend größere finanzielle Unterstützung, sondern müssen auch endlich als Teil der Lösung verstanden werden, indem sie etwa die Möglichkeit erhalten, eine stärkere Führungsrolle im Umgang mit dem Klimawandel zu übernehmen.

CARE: Frauen sind Schlüssel zum Aufbau von Widerstandsfähigkeit

Sven Harmeling, Klimapolitischer Leiter von CARE International: "Unsere Erfahrung zeigt, dass Frauen der Schlüssel zum Aufbau von Widerstandsfähigkeit sind, insbesondere in ärmeren, stark von der Klimakrise betroffenen, Regionen.

Daher fordern wir, mehr Führungspositionen mit Frauen zu besetzen und Frauen stärker in Entscheidungsprozesse einzubinden, etwa bei der Prävention von klimabedingter Vertreibung und in der Reaktion auf diese weltweit."

Sven Harmeling zur besonderen Rolle der deutschen Bundesregierung: "Kommt es zu einem globalen Temperaturanstieg von drei oder mehr Grad, könnte die ohnehin schon fragile Situation für viele ärmere Länder unwiderruflich eskalieren.

Mehr Geld und Frühwarnsysteme gegen klimabedingte Flucht

Hunderte von Millionen von Menschen könnten aus ihren Häusern vertrieben werden. Wir müssen also alles dafür unternehmen, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen.

Die deutsche Bundesregierung besetzt mit dem Doppelvorsitz bei der EU und im UN-Sicherheitsrat in den nächsten Monaten eine Schlüsselrolle.

Sie muss sich für deutlich höhere Finanzmittel und Frühwarnsysteme für von klimabedingter Vertreibung bedrohte Menschen und umfassenderen Klimaschutz einsetzen."

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
bittet dringend um Spenden für Flüchtlingshilfe weltweit

Spenden-Stichwort: Hilfe für Flüchtlinge weltweit
IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30, BIC: BFSWDE33XXX
Spenden-Hotline: 0900 55 10 20 30 (Festnetz kostenfrei, mobil höher)
jetzt online spenden!