von Aktion Deutschland Hilft
Nach der Erdbeben-Katastrophe in Südostasien ruft unser Bündnis zu Spenden für die betroffenen Menschen in Myanmar auf. In diesem FAQ finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um die Katastrophe und den Hilfseinsatz unserer Bündnisorganisationen. (Stand: 27.03.2026)
FAQ zum Hilfseinsatz nach Erdbeben in Südostasien
Ein Erdbeben der Stärke 7,7 hat am 28. März 2025 mehrere Länder in Südostasien erschüttert. Das Epizentrum liegt in Myanmar, doch die Auswirkungen waren auch im benachbarten Thailand, unter anderem der Hauptstadt Bangkok, deutlich zu spüren, ebenso in Teilen Chinas, Indiens und Bangladeschs.
Durch das Erdbeben hat sich die ohnehin schon kritische Lage in Myanmar weiter verschärft:
- 16,2 Millionen Menschen benötigen aufgrund der Konflikte und des Erdbebens humanitäre Hilfe.
- Schätzungsweise 3,4 Millionen Menschen wurden dadurch innerhalb des Landes vertrieben.
- Über 204.000 Personen sind in Nachbarländer geflüchtet.
- Mehr als 280.000 Kinder, Frauen und Männer haben ihr Zuhause verloren.
- 2 Millionen Menschen sind durch die Zerstörung von Ernten, Bewässerungssystemen und Getreidelagern von Ernährungsunsicherheit betroffen.
Erdbeben sind in der Region häufig, mehrere Kontinentalplatten treffen dort aufeinander. Bei diesem Erdbeben kollidierten die indische und eurasische Platte. Das Epizentrum lag nahe der myanmarischen Stadt Mandalay.
Mehrere Hilfsorganisationen sind seit vielen Jahren in betroffenen Regionen in Myanmar aktiv und verfügen über Partnerschaften mit Helfer:innen vor Ort.
- action medeor versorgt Dörfer nahe dem Epizentrum mit Nahrung, Wasser und Unterkünften und stellt 100.000 Euro für lokale Medikamente bereit.
- Die Bündnisorganisation AWO International unterstützt Familien beim Wiederaufbau ihrer Häuser. Außerdem verteilen die Helfer:innen Saatgut, Düngemittel und Vieh, um die Ernährungssicherheit und Einkommen zu verbessern. 5.760 Menschen in zehn Dörfern profitieren direkt von der Unterstützung.
- arche nova baut seit April 2025 Wassersysteme auf, verteilte 7.000 Hygiene-Pakete und 1.000 Sets aus Planen und Seilen zum Errichten provisorischer Unterkünfte. In 21 Dörfern konnte die Organisation 28.000 Menschen helfen. Der Fokus liegt auf den Bereichen Wasser, Sanitär und Hygiene (WASH) sowie auf Katastrophenvorsorge.
- Auch die Bündnisorganisation CARE versorgt die Menschen in Myanmar mit Lebensmitteln, Wasser, Unterkünften und Hygiene. Dabei liegt ein Fokus auf der Unterstützung von Frauen und Mädchen sowie auf psychosozialer Hilfe.
- Freunde der Erziehungskunst schult Lehrkräfte und Jugendliche in Psychotraumatologie und mentaler Gesundheit.
- Betroffene Familien erhielten durch die Organisation Help Lebensmittel, Fertigmahlzeiten, Bargeld für dringende Ausgaben sowie Notunterkünfte. Insgesamt konnten so 18.000 Menschen unterstützt werden. Langfristig hilft Help beim Wiederaufbau der zerstörten Wasserversorgungssysteme.
- Auch die Johanniter sichern Lebensgrundlagen, fördern Einkommen, Wasser- und Sanitärversorgung, Hygieneaufklärung und stärken Zivilgesellschaft durch Trainings.
- Gemeinsam mit der Partnerorganisation Projekt Burma e.V. verteilt Landsaid lebenswichtige Güter und Bargeld und plant den Bau von Bambushäusern.
- Malteser International stellte sofort 250.000 Euro bereit für Wasser, Latrinen, medizinische Versorgung, psychosoziale Hilfe und Güter wie Decken und Planen.
- Die Bündnisorganisation World Vision fördert Einkommen, etwa durch Trainings und Bargeld für Investitionen und stärkt Gemeinden bei eigenen Projekten. Ein Fokus liegt zudem auf Kinderschutz.
Auf dieser Seite halten wir Sie über die Hilfe unseres Bündnisses auf dem Laufenden!
Und mit Ihrer Spende können Sie die Hilfe unseres Bündnisses unterstützen. Vielen Dank!
Ein Jahr nach dem Erdbeben sind die Versorgung durch sauberes Trinkwasser, Hygiene-Kits, Nahrungsmittel sowie die medizinische Versorgung weiterhin überlebenswichtig. Viele Menschen leben nach wie vor in Notunterkünften und sind auf Unterstützung beim Wiederaufbau angewiesen. Funktionsfähige Sanitäranlagen werden gebraucht, um Krankheitsausbrüche zu verhindern. Traumatisierte Menschen benötigen psychosoziale Hilfe. Besonders gefährdet sind dabei ältere Personen sowie Menschen mit Behinderungen.
Grundsätzlich: Die ersten, die nach einer Katastrophe Hilfe leisten, sind die Menschen vor Ort – es wäre in Deutschland ebenso.
Mehrere Bündnisorganisationen sind bereits seit Jahren in Myanmar mit lokalen Partnerorganisationen vernetzt. Diese können sich vor Ort am besten bewegen und kennen die Regionen sowie die Menschen und ihre Bedürfnisse am besten. Zudem gibt es für die enge Kooperation und praktische Zusammenarbeit von Hilfsorganisationen sogenannte Cluster, in denen sich die Hilfsorganisationen eng mit den Vereinten Nationen (UN) und der Regierung abstimmen. Das verbessert die zielgerichtete und schnelle Nothilfe im Katastrophengebiet.
Im kleineren Rahmen gibt es bei Aktion Deutschland Hilft Abstimmungen über Zusammenarbeit und erforderliche Hilfsmaßnahmen. Die Nothelfer:innen vor Ort stehen dazu im Kontakt, ebenso wie die Hilfsorganisationen hier in Deutschland.
Vielen Dank für Ihr Interesse, sich für andere Menschen zu engagieren! Eine effektive Möglichkeit, Menschen in Not zu unterstützen, ist eine Spende, die von professionellen Hilfsorganisationen dort eingesetzt werden kann, wo sie im Katastrophenfall am dringendsten gebraucht wird. Jede Spende, ob groß oder klein, macht einen Unterschied und trägt dazu bei, dass unsere Bündnisorganisationen schnell vor Ort Hilfe leisten und noch mehr Menschen erreichen können. Herzlichen Dank!
Es gibt auch die Möglichkeit, eine private Spendenaktion zu starten, um Menschen in Not zu helfen. Ob im Freundeskreis, unter Kolleg:innen oder online – jede Initiative hilft uns sehr, unsere Mission weiter voranzutreiben.
Wir freuen uns über jede kreative Idee und danken Ihnen schon jetzt für Ihre Unterstützung!
Aktion Deutschland Hilft kann keine Sachspenden annehmen, da wir nicht die Möglichkeit haben, diese zu lagern oder in die Krisenregionen zu transportieren. Wir bedanken uns ausdrücklich für Hilfsangebote, bitten jedoch um Verständnis, dass wir sie nicht annehmen können. Weitere Informationen finden Sie hier.
Der beste Weg zu helfen, sind Spenden und Spendenaktionen. Damit ermöglichen Sie den Hilfsorganisationen, genau das zu beschaffen, was die Menschen in den betroffenen Gebieten – auf der Grundlage einer professionellen Bedarfserhebung – wirklich brauchen. Geldspenden sind grundsätzlich effizienter und beanspruchen, anders als Sach- und Materialspenden, in einer Katastrophensituation keine knappen Ressourcen wie Transport-, Personal- und Lagerkapazitäten.
Viele Menschen möchten angesichts der Not in den Erdbebenregionen selbst vor Ort als freiwillige Helfer:in mit anpacken. Aktion Deutschland Hilft bedankt sich ausdrücklich für solche Hilfsangebote. Aufgrund eines hohen Sicherheitsrisikos und der unklaren Lage vor Ort raten wir jedoch dringend davon ab, sich auf eigene Faust auf den Weg in die betroffenen Regionen zu machen.
Die Mitarbeit bei humanitären Hilfseinsätzen im Ausland setzt eine fundierte Ausbildung und mehrjährige Erfahrung voraus, wie beispielweise Kenntnisse der Sicherheitslage oder Sprachkenntnisse. Am besten können Sie die betroffenen Menschen mit einer Spende unterstützen. Danke an alle, die helfen!
Aktion Deutschland Hilft ist vor Ort
Unser Bündnis hilft – helfen Sie uns dabei! Jetzt mit Ihrer Spende. Bündnisorganisationen von Aktion Deutschland Hilft sind gemeinsam mit lokalen Partnern in Myanmar im Einsatz.
Unsere Partnerorganisationen leisten vor Ort dringend benötigte Nothilfe und unterstützen den Wiederaufbau – mit sauberem Trinkwasser, Hygiene-Kits, Lebensmitteln, mobilen Kliniken, Wasserversorgungssystemen und psychosozialer Erster Hilfe.
Bildergalerie: Erdbeben in Myanmar
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Nothilfe in Myanmar: Danke für Ihre Hilfe!
Helfen auch Sie den Kindern, Frauen und Männern im Erdbebengebiet mit Ihrer Spende. Von Herzen danke für Ihre großartige Solidarität mit den betroffenen Menschen in Myanmar. Danke an alle, die helfen.
+++ Spendenaufruf +++
Aktion Deutschland Hilft, Bündnis der Hilfsorganisationen,
bittet um Spenden für die vom Erdbeben betroffenen Menschen in Myanmar.
Stichwort: Erdbeben Myanmar
IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30, BIC: BFSWDE33XXX






