Sars-CoV-2/COVID 19Trotz Corona: "Auf keinen Fall den Rotstift ansetzen"

11-05-2020

von Aktion Deutschland Hilft

Mit Sorge blicken Hilfsorganisationen im Bündnis Aktion Deutschland Hilft auf die prognostizierte globale Rezession. Sie könnte nicht nur die Entwicklungs- und Schwellenländer in humanitäre und politische Krisen stürzen oder bestehende Notlagen verschärfen, sondern auch Geberländer dazu bewegen, ihre Budgets für den humanitären Sektor zu kürzen, statt sie dem aktuellen Mehrbedarf anzupassen.

Corona: Hunger und politische Unruhen könnten folgen

"Die internationale Gemeinschaft und die Regierungen dürfen bei der humanitären Hilfe auf keinen Fall den Rotstift ansetzen", sagt Manuela Roßbach, geschäftsführende Vorständin von Aktion Deutschland Hilft. In vielen Ländern bahnen sich Ernährungskrisen an.

Politische Unruhen oder bewaffnete Konflikte könnten folgen und weltweit Millionen von Menschen in humanitäre Notsituationen bringen. "Dieser Abwärtsspirale können wir nicht allein durch private Spenden an Hilfsorganisationen entgegenwirken. Die Unterstützung durch große Geldgeber ist wichtiger denn je", betont Roßbach.

Das Virus eindämmen und gleichzeitig die Zukunft im Blick behalten

Das Bündnis für weltweite Not- und Katastrophenhilfe beobachtet, dass die derzeitige Lage für die Hilfsorganisationen einem Spagat gleicht: Sie unterstützen weltweit die rasche und wirksame Eindämmung des Virus und helfen, wo es ihnen möglich ist, die unmittelbaren Folgen von staatlichen Beschränkungsmaßnahmen für die Bevölkerung abzufedern.

Zugleich müssen sie die Zukunft der Betroffenen im Blick behalten. Auch nach Beendigung der Corona-Pandemie, die noch nicht absehbar ist, werden sich deren negative Auswirkungen für die ärmsten Länder und ihre Gesellschaften verschärfen und noch lange fortbestehen.

"Die Eindämmung der Pandemie nur unter medizinischen Aspekten anzugehen, wäre fatal. Das Virus zu bekämpfen heißt auch, gegen seine langfristigen sozioökonomischen Folgen vorzugehen.  Um jetzt nachhaltige und umfassende Hilfsmaßnahmen zu leisten, benötigen Hilfsorganisationen gesicherte finanzielle Unterstützung – am besten staatenübergreifend", appelliert Roßbach.

"Arbeit von Hilfsorganisationen ist aktuell unerlässlich"

Eine solche finanzielle Sicherheit ist unerlässlich, damit auch Hilfsorganisationen im Bündnis Aktion Deutschland Hilft bedarfsorientierte Sofortmaßnahmen in dieser besonderen Situation umsetzen können, ohne strategische Langzeitprogramme zu vernachlässigen.

"Ein vielschichtiges Problem erfordert eine ebensolche Reaktion. Die umfassende Arbeit von Hilfsorganisationen ist aktuell unerlässlich, um betroffene Länder schon heute von innen heraus für ein Morgen zu stärken", so Roßbach.

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
bittet um Spenden, um in weltweiten Hilfsprojekten des Bündnisses die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ausweiten zu können:

Spenden-Stichwort: Corona-Nothilfe weltweit
Spendenkonto: IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30
Spenden-Hotline: 0900 55 10 20 30 (Festnetz kostenfrei, mobil höher)
oder online spenden