LänderinformationZentralafrikanische Republik

Zentrafrikanische Republik – ein Überblick

Die Zentralafrikanische Republik (ZAR) ist ein Binnenstaat in Zentralafrika. Die Amtssprachen sind Französisch und Sango, aber es werden viele weitere Sprachen gesprochen. 80 Prozent der Menschen im Land sind Christen.

Humanitäre Situation

Seit 2013 herrscht in der Zentralafrikanischen Republik ein gewaltvoller Konflikt. Zudem ist es mit Nachbarländern wie der Demokratische Republik Kongo oder dem Südsudan von Krisenregionen umgeben.

Die humanitäre Lage ist prekär: Der andauernde Bürgerkrieg, eigentlich vermeidbare Krankheiten wie Malaria, das unzureichende Gesundheitssystem und die schlechte Ernährungslage tragen zur geringen Lebenserwartung bei. Besonders viele Menschen sterben außerdem in den Diamantenabbaugebieten im Westen des Landes. Gewalt, Menschenrechtsverletzungen und Arbeitslosigkeit haben viele dazu gezwungen, ihre Heimat zu verlassen.

Politische Lage

Die Zentralafrikanische Republik wurde 1958 gegründet. Seit der Unabhängigkeit von Frankreich haben gewaltsame Machtwechsel die Politik des Landes bestimmt.

Seit einem Militärputsch 2013 ist das Leben der Menschen von einem brutalen Bürgerkrieg bestimmt: Rebellengruppen beherrschen viele Regionen, tausende Menschen kamen bei Kämpfen und Überfällen bereits um Leben, Hundertausende sind innerhalb und außerhalb der Republik auf der Flucht. Das Land gilt als vollständig destabilisiert. Auch internationale Bestrebungen konnten daran bislang nichts ändern.

Die Situation vor Ort

Die Zentralafrikanische Republik ist reich an Rohstoffen wie Erdöl, Uran sowie Diamanten, die als eines der wichtigsten Exportprodukte des Landes gelten. Genaue Zahlen sind in dem Bürgerkriegsland schwer zu ermitteln, doch es gehört zu den ärmsten Ländern der Welt.

Die medizinische Versorgung ist im gesamten Land völlig unzureichend. Immer wieder kommt es zu Cholera-Ausbrüchen; HIV/Aids ist ein weiteres großes Problem in der Zentralafrikanischen Republik. Auch das Bildungssystem hat der jahrelange Krieg weitgehend zerstört: zahlreiche Erwachsene und Kinder sind auf der Flucht, viele Schulen sind zerstört oder geschlossen, qualifizierte Lehrer sind rar.

Quellen: CIA (The World Factbook), Auswärtiges Amt, Bundeszentrale für politische Bildung

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