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Marokko – ein Überblick

Marokko liegt im Nordwesten Afrikas und grenzt an das Mittelmeer und den Atlantik. Amtssprachen sind Arabisch, Französisch und Tamazight. 99 Prozent der Einwohner gehören dem Islam an.

Während die Regierung Marokkos die Westsahara als Teil des Landes betrachtet, ist die Zugehörigkeit der Wüstenregion international umstritten.

Humanitäre Situation

Insgesamt ist in Marokko die Zahl der Menschen, die unterhalb der Armutsgrenze leben, in den vergangenen Jahren gesunken. Vor allem in ländlichen Gebieten sind Arbeitslosigkeit und Analphabetismus jedoch verbreitet.

Frauen und Mädchen werden in verschiedenen Lebensbereichen rechtlich und sozial benachteiligt. Seit 2011 ist die Gleichberechtigung von Mann und Frau aber ein Staatsziel. Zudem gibt es seit 2012 einen unabhängigen Nationalrat für Menschenrechte.

Politische Lage in Marokko

Nach langwierigen Bemühungen wurde Marokko 1956 von Frankreich unabhängig. Als sich Spanien 1976 aus der sogenannten Westsahara zurückgezogen hatte, besetzten Marokko und Mauretanien die Wüstenregion. Über mehrere Jahre kam es zu Auseinandersetzungen mit einer Organisation, die für die Unabhängigkeit der Region kämpfte. Zehntausende Menschen flohen nach Algerien, wo sie bis heute in Flüchtlingscamps leben. Trotz des 1991 vereinbarten Waffenstillstands ist der Konflikt bis heute nicht endgültig gelöst.

Marokko ist eine Monarchie; der König ist das Staatsoberhaupt. 2011 erreichte der Arabische Frühling auch Marokko. Die Proteste der Bevölkerung hatten eine neue Verfassung und eine Volksabstimmung zur Folge, die Rollen von Parlament und Premierminister wurden gestärkt.

Die Situation der Menschen vor Ort

Zwar wird ein Großteil der Kinder in Marokko eingeschult, doch nur die Hälfte geht auch als Jugendliche noch zur Schule. Rund ein Drittel der Bevölkerung über 15 Jahren kann nicht lesen und schreiben.

Die Wirtschaft des Landes ist stabil, jedoch verfügt Marokko im Gegensatz zu vielen anderen afrikanischen Ländern nicht über nennenswerte Bodenschätze. Wichtige Sektoren sind Tourismus und Landwirtschaft.

Seit den 1990er Jahren hat sich Marokko zu einem Transitland für viele Flüchtlinge aus Subsahara-Afrika und Südasien entwickelt, die Europa über Spanien, die Kanarischen Inseln oder die Enklaven Ceuta und Melilla erreichen möchten.

 

Quellen: The World Factbook (CIA), LIPortal, Auswärtiges Amt (Stand: 10/2018)

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