Eine Frau im Kongo trägt Hilfsgüter

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Republik Kongo – ein Überblick

Die Republik Kongo (auch Kongo-Brazzaville genannt) liegt im Westen Afrikas. Das Land grenzt an die Demokratische Republik Kongo, Gabun, Kamerun und den Südsudan. Die offizielle Landessprache ist Französisch; Verkehrssprachen sind Lingála und Monokutuba. Der häufigste Dialekt ist Kikongo.

Humanitäre Situation

Zuletzt verstärkten politische Unruhen die Not der Menschen in der Republik Kongo. Zehntausende Menschen flohen vor der Gewalt in der Pool-Region. Doch humanitären Hilfsorganisationen blieb der Zugang größtenteils verwehrt und in der Öffentlichkeit wurde die Krise von den anderen Konflikten in Zentralafrika überschattet. Ende 2017 vereinbarten Regierung und Rebellen eine Waffenruhe.

Die Menschenrechtslage in Kongo-Brazzaville gilt als schwierig. Gründe dafür sind unter anderem das Bevormunden der Presse, die fehlende Unabhängigkeit der Justiz, Fälle von Selbstjustiz, Straflosigkeit und Korruption. Frauen und sexuelle Minderheiten werden diskriminiert.

Politische Lage

Die Republik Kongo ist seit 1960 von Frankreich unabhängig. Von einer sozialistischen Volksrepublik entwickelte sich das Land in den 90er Jahren in Richtung einer Demokratie; 1992 fanden erstmals demokratische Wahlen statt.

Ein Bürgerkrieg (1997 – 1999) hatte ethnische und politische Unruhen zur Folge. 2003 schlossen die Regierung und Rebellen ein Friedensabkommen. Nach der Wiederwahl des Präsidenten flammte der Konflikt 2016 erneut auf. Zehntausende Menschen flohen vor der Gewalt in der Region Pool. Im darauffolgenden Jahr wurde ein Waffenstillstand vereinbart.

Die Situation vor Ort

Die Republik Kongo gehört zu den größten Erdöl-Erzeugern Afrikas und die Erdölproduktion hat sich zur Hauptstütze der Wirtschaft entwickelt. Der Wohlstand ist ungleich verteilt: Fast jeder zweite Bewohner lebt unterhalb der Armutsgrenze. Die jüngsten Kämpfe in der Pool-Region hatten schwere Folgen für die Öl-Produktion und Infrastruktur.

Im Norden und Nordwesten des Landes kommt es immer wieder zu Fällen von Ebola. Die medizinische Versorgung ist in ländlichen Regionen sowie in den Städten aufgrund fehlender technischer Ausrüstung und den hygienischen Bedingungen schwierig.

Quellen: CIA (The World Factbook), ReliefWeb, Auswärtiges Amt, Irin News (Stand: 08/2018)

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