Hilfe im Kampf gegen Ebola in Gambia

LänderinformationGambia

Gambia – ein Überblick

Gambia liegt in Westafrika und grenzt an den Atlantischen Ozean. Es ist der kleinste Staat des afrikanischen Festlandes - mit einer Fläche etwa so groß wie die Schleswig-Holsteins. Gambia ist ein multiethnisches Land. Dort leben Menschen aus zwölf größeren Volksgruppen und es werden mehr als zwanzig unterschiedliche Sprachen gesprochen. Die Landessprache ist Englisch, die größte Sprachgruppe Mandinka. 90 Prozent der Menschen sind muslimisch.

Humanitäre Situation

Gambia gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Drei Viertel der ländlichen Bevölkerung leiden unter Armut und Hunger. Fast ein Fünftel der Kinder unter fünf Jahren ist untergewichtig. Und die Arbeitslosigkeit ist besonders unter Jugendlichen hoch.

Die weibliche Genitalverstümmelung ist stark verbreitet. Frauen und Mädchen werden zu Prostitution oder moderner Sklavenarbeit in reicheren Haushalten gezwungen, während Jungen oft Geld als Straßenverkäufer oder Bettler verdienen müssen.

Politische Lage

Seit einem Putsch 1994 herrscht in Gambia innenpolitisch "angespannte Ruhe". Durch den Casamance-Konflikt im Senegal werden die Grenzen immer wieder geschlossen, die Separatisten Senegals nutzen die nahen Übergänge für das Schmuggeln von Waffen.

In Gambia leben aktuell etwa 12.000 Flüchtlinge, die meisten aus dem Senegal. Etwa 17.000 Menschen aus Gambia sind meist aus wirtschaftlichen Gründen außerhalb des Landes auf der Flucht oder haben Asyl beantragt.

Die Situation vor Ort

Drei Viertel der Bevölkerung arbeiten in der Landwirtschaft. Dieser Sektor hat gute Chancen zu wachsen, da weniger als die Hälfte des bebaubaren Landes genutzt wird. Gleichzeitig sorgt Kahlschlag in Regenwaldgebieten für Bodenerosion. Der Gambia-Fluss ist die Lebensader des Landes und nimmt mehr als zehn Prozent der Landesfläche ein. Die Fischerei ist neben Tourismus und Landwirtschaft der Haupterwerbszweig des Landes.

Die medizinische Versorgung ist im ganzen Land stark eingeschränkt. Malaria ist besonders weit verbreitet; fast 20 Prozent der Todesfälle von Kindern unter fünf Jahren gehen auf die Erkrankung zurück. Auch an Tuberkulose und Krankheiten wie Durchfall und Cholera, die auf verunreinigtes Wasser zurückgehen, sterben in Gambia viele Menschen.

Quellen: CIA The World Factbook, WHO, UNHCR

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