In Äthiopien sowie im kleinen Nachbarstaat Dschibuti herrscht vielerorts Dürre.

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Dschibuti - Ein Überblick

Der Staat Dschibuti gehört zu den kleinsten Staaten Afrikas. Dort leben etwa 860.000 Menschen. Die zwei größten Volksgruppen sind Somali und Afar; neben ihren Sprachen werden in dem ostafrikanischen Land Arabisch und Französisch gesprochen. 94 Prozent der Bevölkerung sind Muslime.

Humanitäre Situation

Die Wirtschaft Dschibutis gilt als die am schnellsten wachsende am Horn von Afrika, dennoch leben 23 Prozent der Menschen in extremer Armut. Durch die starke Landflucht wachsen am Rand der Städte die Elendsviertel und die Arbeitslosigkeit nimmt zu.

Ein Großteil der Frauen und Mädchen in Dschibuti werden beschnitten. Menschenhandel ist ein weit verbreitetes Problem.

Politische Lage

Dschibuti gilt politisch als relativ stabil. Viele internationale Armeen haben dort Militärstandorte. In jüngster Zeit kommt es in dem Land immer wieder zu Anschlägen und Entführungen durch Terrorgruppen. Auch der Grenzkonflikt zwischen Eritrea und Dschibuti führt zu einer angespannten Situation.

Bewaffnete Konflikte, Gewalt, Dürren und die schlechte Wirtschaftslage in den Nachbarländern führen dazu, dass viele Menschen in Dschibuti Schutz suchen. Die mehr als 27.500 Flüchtlinge stammen vor allem aus Somalia, Äthiopien, Eritrea und zuletzt vermehrt aus dem Jemen.

Die Situation vor Ort

Dschibuti leidet seit Jahren unter Wasserknappheit. Quellen, Weideland und Ackerflächen vertrocknen. Aufgrund von Dürren in den vergangenen Jahren ist die Anzahl der Menschen, die unter Hunger leiden, dramatisch gestiegen. Knapp ein Viertel der Kinder unter fünf Jahren ist untergewichtig.

Fast drei Viertel aller Einwohner Dschibutis leben in der Hauptstadt, viele von ihnen in Slums und ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser oder Sanitäranlagen. Die medizinische Versorgung ist mangelhaft. Der Zugang zu Ärzten fehlt und Krankenhäuser sind unzureichend ausgestattet. Cholera, Typhus, Hepatitis A und Malaria sind ein großes Problem. Etwa 1,3 Prozent der Bevölkerung lebt mit dem HI-Virus.

Quellen: CIA (The World Factbook), UNHCR, Auswärtiges Amt (Stand: 04/2018)

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