In Dschibuti herrscht große Trockenheit. Viele Menschen sind unterernährt und benötigen dringend Hilfe.

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Dschibuti - Ein Überblick

Der ostafrikanische Staat Dschibuti gehört mit einer Fläche von nur 23.200 km² und etwa 820.000 Einwohnern zu den kleinsten Staaten Afrikas. Die zwei größten Volksgruppen sind Somali und Afar. Diese beiden Sprachen werden neben Arabisch und Französisch überwiegend gesprochen. 94 Prozent der Bevölkerung sind Muslime, die übrigen sechs Prozent Christen.

Humanitäre Situation

Dschibuti belegt im Index der menschlichen Entwicklung der Vereinten Nationen Rang 170 von 187. Fast ein Sechstel der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze, etwa 60 Prozent der Bevölkerung ist arbeitslos. Durch die starke Landflucht wachsen am Rand der Städte die Elendsviertel und die Arbeitslosigkeit. Nur etwa die Hälfte aller Kinder schließt die Grundschule ab.

Über 90 Prozent der Frauen und Mädchen in Dschibuti werden beschnitten. Auch Menschenhandel ist ein weit verbreitetes Problem. Frauen und Kinder werden oft zu Prostitution gezwungen.

Politische Lage

Dschibuti gilt politisch als relativ stabil. In jüngster Zeit kommt es jedoch immer wieder zu Anschlägen und Entführungen durch Terrorgruppen. Auch der Grenzkonflikt zwischen Eritrea und Dschibuti führt zu einer angespannten Situation. Bewaffnete Konflikte, Gewalt, Dürren und die schlechte Wirtschaftslage in den Nachbarländern führen dazu, dass viele Menschen in Dschibuti Asyl suchen. Allein aus Somalia flohen mehr als 23.000 Menschen in den kleinen Staat, der selbst Hilfe aus dem Ausland braucht.

Die Situation vor Ort

Dschibuti leidet seit Jahren unter Wasserknappheit. Quellen, Weideland und Ackerflächen vertrocknen. Aufgrund von Dürren in den vergangenen Jahren ist die Anzahl der Menschen, die unter Hunger leiden, dramatisch gestiegen. Knapp ein Viertel der Kinder unter fünf Jahren ist untergewichtig.

Fast drei Viertel aller Einwohner Dschibutis leben in der Hauptstadt, viele von ihnen in Slums ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser oder zu Sanitäranlagen. Die medizinische Versorgung ist mangelhaft. Der Zugang zu Ärzten fehlt und Krankenhäuser sind unzureichend ausgestattet. Cholera, Typhus, Hepatitis A und Malaria sind ein großes Problem. Etwa 1,7 Prozent der Bevölkerung lebt mit dem HI-Virus.

Quellen: The World Factbook, UNHCR, AA

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