Schulbildung ist vor allem für Mädchen in Burundi keine Selbstverständlichkeit. Eine Gruppe Kinder mit Schuluniformen lacht.

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Burundi - Ein Überblick

Burundi ist ein Binnenstaat in Ostafrika. Mit 27.834 Quadratkilometern und über 10 Millionen Einwohnern ist Burundi gleichzeitig einer der kleinsten und einer der am dichtesten besiedelten Staaten Afrikas. Die Hauptstadt ist Bujumbura. Die größten Volksgruppen sind die Hutu und die Tutsi. Amtssprachen sind Französisch, Kirundi und Swahili.

Humanitäre Situation

Burundi ist eines der ärmsten Länder dieser Erde. Das Land liegt auf Platz 180 von 187 im Index der menschlichen Entwicklung. Fast 68 Prozent der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze von 1,25 Dollar am Tag, 60 Prozent der Bevölkerung sind unterernährt. Ein Fünftel der Kinder zwischen 5 und 14 Jahren muss arbeiten gehen, um die Familien zu unterstützen.

Kriminalität und Menschenhandel sind weit verbreitet. Viele Frauen werden zur Prostitution gezwungen, Kinder und Erwachsene zur Arbeit in Minen und auf dem Bau. Homosexualität steht unter Strafe.

Politische Lage

In Burundi herrschte 13 Jahre lang ein blutiger Bürgerkrieg. Rund 300.000 Menschen kamen dabei ums Leben. Fast eine Millionen Menschen flohen vor der Gewalt. Nach 2006 entspannte sich die Lage zunächst, doch im April 2015 kam es zu einem Putschversuch. Fast 800.000 Burundis leben weiterhin in den angrenzenden Ländern. Gleichzeitig halten sich in Burundi fast 130.000 Flüchtlinge aus Ruanda und dem Kongo auf. Konflikte um Land sowie Sprachbarrieren sorgen immer wieder für Spannungen.

Die Situation vor Ort

Beinahe 90 Prozent der Bevölkerung arbeitet im landwirtschaftlichen Sektor. Allerdings vernichten Dürreperioden, Desertifikation und Wasserknappheit immer wieder ganze Ernten. In der Regenzeit führen Starkniederschläge häufig zu Überschwemmungen und Erdrutschen. Nahrungsmittelhilfen sind seit Jahren notwendig.

Viele Burundis sterben an vermeidbaren Krankheiten wie Malaria, Durchfall und Dengue-Fieber. Auch die Kinder- und Müttersterblichkeit gehören zu den höchsten weltweit. In ländlichen Gebieten sind fast keine Ärzte verfügbar.

Quellen: UNHCR, The World Factbook, AA

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