In Benin dauert die Trockenzeit häufig sehr lang, was zu gravierenden Ernteausfällen führt.

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Benin – Ein Überblick

Benin liegt an der Südküste in Westafrika. Die Amtssprache ist Französisch, doch das Land ist von ethnischer und linguistischer Vielfalt geprägt. Es gibt etwa 60 verschiedene Völker, die sich ihre eigenen Sprachen und kulturellen Identitäten bewahrt haben.

Humanitäre Situation

Benin ist eines der ärmsten Länder der Welt, etwa 40 Prozent der Menschen leben unterhalb der Armutsgrenze. Viele verzweifelte Eltern haben keine Wahl: Um das Überleben der Familie zu sichern, müssen ihre Kinder etwa in der Landwirtschaft oder in Minen arbeiten. 18 Prozent der Mädchen und Jungen unter fünf Jahren sind stark unterernährt. Insgesamt sind 65 Prozent der Menschen in Benin jünger als 25 Jahre.

Vor allem auf dem Land ist Polygamie weit verbreitet und Frauen werden häufig beschnitten. Homosexualität steht in Benin zwar nicht unter Strafe, Homosexuelle werden gesellschaftlich geächtet und stigmatisiert.

Politische Lage

Die Wahlen in Benin im Jahr 2016 waren vom Vorwurf der Manipulation überschattet. Der Regierung werden Korruption, Geldverschwendung und die Einschränkung der Pressefreiheit vorgeworfen. Der Staat ist beinahe zahlungsunfähig. Bei Machtfragen spielt die regionale oder ethnische Zugehörigkeit eine große Rolle, was vielen Gruppen die politische Teilhabe erschwert.

Die Situation vor Ort

Rasches Bevölkerungswachstum, starke Küstenerosion und Landraub verursachen Konflikte; Buschbrände und illegaler Holzschlag führen zu Desertifikation. Dabei leben etwa 70 Prozent der Menschen in Benin von der Landwirtschaft. Die Fischbestände gehen durch die zunehmende Versandung von Wasserläufen stark zurück, so dass viele Fischer ihre Arbeit verlieren.

Die Gesundheitsversorgung ist insbesondere im ländlichen Raum völlig unzureichend. Krankenhäuser sind schlecht ausgestattet, die Kosten für medizinische Behandlungen hoch - für arme Menschen ist ein Arztbesuch unerschwinglich. Vermeidbare Krankheiten wie Durchfall, Malaria, Dengue- und Gelbfieber sind für viele Todesfälle verantwortlich.

Quellen: The World Factbook, AA, UNHCR

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