In Benin dauert die Trockenzeit häufig sehr lang, was zu gravierenden Ernteausfällen führt.

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Benin – Ein Überblick

Benin, das an der Südküste in Westafrika liegt, ist so groß wie ein Drittel von Deutschland. Die Amtssprache ist Französisch, doch das Land ist von ethnischer und linguistischer Vielfalt geprägt. Es gibt etwa 60 verschiedene Völker, ihre eigenen Sprachen und ihre kulturelle Identität bewahrt haben.

Humanitäre Situation

Benin ist eines der ärmsten Länder der Welt und nimmt im Index der menschlichen Entwicklung der Vereinten Nationen den 166. Platz von 187 Ländern ein. Etwa ein Drittel der Bevölkerung lebt in extremer Armut. Ein Fünftel der Kinder unter fünf Jahren ist stark unterernährt. Jahr für Jahr werden viele tausend Kindern Opfer von Kinderhandel.

Vor allem auf dem Land ist Polygamie weit verbreitet. Frauen werden häufig beschnitten. Homosexualität steht zwar nicht unter Strafe, doch homosexuelle Frauen und Männer werden gesellschaftlich geächtet und stigmatisiert.

Politische Lage

Die Wahlen im Jahr 2016 waren vom Vorwurf der Manipulation überschattet. Der Regierung werden mangelnder Reformeifer, Korruption, Geldverschwendung und die Einschränkung der Pressefreiheit vorgeworfen. Der Staat ist beinahe zahlungsunfähig. Regionale oder ethnische Zugehörigkeit spielt in Machtfragen eine wichtige Rolle. Das erschwert vielen Gruppen die Teilhabe an der Politik.

Die Situation vor Ort

Das rasche Bevölkerungswachstum, die starke Küstenerosion und Landraub verursachen Konflikte um Boden. Etwa 70 Prozent der Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft. Diese ist stark von den Weltmarktpreisen für Baumwolle abhängig. Unkontrollierte Buschbrände und illegaler Holzschlag führen zu Desertifikation. Die Fischbestände gehen durch die zunehmende Versandung von Wasserläufen stark zurück. Viele Fischer verlieren deshalb ihre Arbeit. 

Die Gesundheitsversorgung ist insbesondere im ländlichen Raum völlig unzureichend. Krankenhäuser sind schlecht ausgestattet und die Kosten für eine Behandlung sind hoch. Für arme Menschen ist ein Arztbesuch unerschwinglich. Vermeidbare Krankheiten wie Durchfall, Malaria, Dengue und Gelbfieber sind für viele Todesfälle verantwortlich.

Quellen: The World Factbook, AA, UNHCR

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