Eine Mutter ist mit ihrem Kind zur ärztlichen Behandlung

Hunger im JemenJemen: Medizinische Teams im Einsatz

20-07-2017

von ADRA/Aktion Deutschland Hilft

ADRA vergisst die Millionen Menschen nicht, die im Jemen unter der Hungerkatastrophe zu leiden haben. Die Mitgliedsorganisation von Aktion Deutschland Hilft ist mit mobilen medizinischen Teams vor Ort. Täglich bietet sich den Mitarbeitern ein erschütterndes Bild.

Hilfe für Huda – inmitten der Hungerkatastrophe im Jemen

Huda aus dem Jemen wird von Helfern von ADRA behandelt
© ADRA/Jemen


Die kleine Huda aus Al Marwah ist eines der tausenden hungernden Kinder. Das Mädchen stammt aus einer armen Familie. Ihr Vater –  einziger Ernährer der Familie – sitzt im Rollstuhl. Als Huda dem medizinischen Team vorgestellt wird, leidet sie unter akuter Unterernährung.

Aufgrund des schlechten Zustandes wird das kleine Mädchen sofort in das ambulante therapeutische Ernährungsprogramm (OTSFP - Outpatient Therapeutic Supplementary Feeding Program) aufgenommen. Mitarbeiter versorgen Huda mit therapeutischer Aufbaunahrung, außerdem wird ihr Gesundheitszustand wöchentlich kontrolliert und dokumentiert.

Nach vier Wochen hat das Mädchen Normalgewicht erreicht. Die Familie sagt: „Wir sind dem medizinischen Team und ADRA sehr dankbar, dass sie unserer Tochter schnell geholfen und sie für vier Monate mit Medizin versorgt haben.“

Rana hat überlebt – dank der Hilfe unserer Bündnisorganisation

Rana leidet an einer Erkrankung der roten Blutkörperchen
© ADRA/Jemen


Der Bauch der zehnjährigen Rana ist stark aufgequollen. Sie klagt über ständige Müdigkeit, Kurzatmigkeit und starke Bauchschmerzen. Die Haut des Mädchens ist gelb. Es sind Symptome der sogenannten Thalassämie, einer Erkrankung der roten Blutkörperchen.

Hilfe bekommt das kranke Mädchen von ADRA, einer der Mitgliedsorganisationen von Aktion Deutschland Hilft. ADRA hat die Millionen notleidenden Menschen im Jemen nicht vergessen.

Wie medizinische Teams den Leidtragenden im Jemen helfen

Die Hilfsorganisation ADRA ist in der Region mit mobilen medizinischen Teams aktiv. Im Jemen bietet sich den Mitarbeitern Tag für Tag ein erschütterndes Bild der hilfesuchenden und kranken Jemeniten.

So erhoffte sich auch die Familie der kranken Rana Rat. Das medizinische Team von ADRA reagierte schnell auf den schlechten Gesundheitszustand des Mädchens und brachte Rana in ein Krankenhaus in Abs. Mittlerweile wird die Zehnjährige ambulant weiterbehandelt und von ADRA regelmäßig mit Medikamenten versorgt.

Ranas Vater ist erleichtert: „Wir danken ADRA von Herzen, dass sich das medizinische Team um unsere Tochter kümmert und der gesamten Situation um kranke und vertriebene Jemeniten Aufmerksamkeit schenkt.“

Cholera-Epidemie im Jemen verschärft die Lage

Im Jemen spitzt sich die Lage für die Zivilbevölkerung weiter zu. Beinahe in dem gesamten Land hat sich in den vergangenen zwei Monaten eine Cholera-Epidemie ausgebreitet. Zwei Millionen Kinder im Jemen sind akut unterernährt – für sie, Schwangere und chronisch Kranke wird Cholera zu einer lebensbedrohlichen Gefahr. Besonders schwer wiegt zudem: Nach fast drei Jahren des intensiven Konflikts sind mehr als die Hälfte der medizinischen Einrichtungen geschlossen oder nur noch zum Teil funktionsfähig.

Die Bündnisorganisationen von Aktion Deutschland Hilft sind im Jemen aktiv, um den Menschen zu helfen. Unter anderem stellen sie wichtige Medikamente zur Verfügung, verbessern die Ausstattung von Krankenhäusern, sind mit mobilen Ärzte-Teams vor Ort, sichern Zugänge zu sauberem Wasser und verteilen Lebensmittel. Jede Spende hilft, das Leid der Menschen zu lindern.

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
nimmt Spenden für die Betroffenen im Jemen entgegen unter:

Spenden-Stichwort: Hunger Jemen
IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30, BIC: BFSWDE33XXX
Spenden-Hotline: 0900 55 10 20 30 (Festnetz kostenfrei, mobil höher)
oder online spenden