Hunger im JemenHilfe für vertriebene Familien im Jemen

11-02-2019

von DEC/Aktion Deutschland Hilft

Amna versucht, ihr Kind zu beruhigen. Doch die kleine Faiza hört und hört nicht auf zu schreien. Und die Verzweiflung der jungen Mutter wird immer größer.

Krieg, Hunger und Cholera im bitterarmen Jemen

Amna und Faiza leben im Jemen. In dem bitterarmen Land im Nahen Osten herrscht Bürgerkrieg. Hunger und Cholera verschärfen das Leid. 22 Millionen Menschen sind auf Humanitäre Hilfe angewiesen – darunter zahlreiche Kinder wie Faiza.

Das einjährige Mädchen ist stark geschwächt, hat Durchfall und muss sich immer wieder übergeben. In großer Sorge brachte Amna ihre Tochter ins Krankenhaus. Hilflos sagt sie: "Ich kann Faiza nicht mehr stillen. Und wir haben kein Geld, um die Milch zu kaufen, die sie braucht. Ich weiß nicht was ich tun soll. Ich muss ihr doch etwas zu essen geben."

Hilfe für Faiza: Ärzte päppeln das Kind wieder auf

Schon zwei Mal schafften es die Ärzte, die kleine Faiza aufzupäppeln und gestärkt zu entlassen – und es gelingt ihnen auch dieses Mal. Doch so lange der Krieg dauert, wird es der Familie wohl immer wieder an Nahrung fehlen. Auch den Medizinern stehen nicht viele Mittel zur Verfügung. Und es sind zahlreiche Patienten, die in dem Krankenhaus in Zindschibar Hilfe suchen – dem einzigen in der Region Abyan.

 

Viele Menschen aus anderen Teilen des Jemen haben sich dort, im Süden des Landes, in Sicherheit gebracht. Amna und ihr Mann sahen sich vor zwei Jahren gezwungen, mit ihren vier älteren Kindern das umkämpfte Al-Hudaida zu verlassen. Zu diesem Zeitpunkt war Amna mit Faiza schwanger.

Hineingeboren in ein Leben als Binnenvertriebene

Das Mädchen wurde schließlich in ein Leben als Binnenvertriebene hineingeboren. Mit ihren Eltern und Geschwistern lebt sie in einer einfachen Unterkunft; die Familie besitzt so gut wie nichts. Amna sagt: "Unsere größte Sorge ist, wo wir genug zu essen für unsere Kinder herbekommen." Für den Familienvater ist es während des Kriegs sehr schwer, Geld zu verdienen.

Wie so viele Menschen im Jemen haben Amna und ihre Familie keine Wahl: Sie sind auf die Unterstützung von internationalen Hilfsorganisationen angewiesen. Auch das Bündnis Aktion Deutschland Hilft ist im Jemen im Einsatz – erfahren Sie, wie wir helfen!


Diese Geschichte stammt vom britischen Disasters Emergency Committee (DEC). Darin haben sich 14 Hilfsorganisationen zusammengeschlossen – ähnlich wie im Bündnis Aktion Deutschland Hilft. Beide Bündnisse sind im Jemen im Einsatz und stehen den Menschen vor Ort zur Seite.

Wir danken DEC für die Bereitstellung von Texten und Bildern!

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
nimmt Spenden für die Betroffenen im Jemen entgegen unter:

Spenden-Stichwort: Hunger Jemen
IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30, BIC: BFSWDE33XXX
Spenden-Hotline: 0900 55 10 20 30 (Festnetz kostenfrei, mobil höher)
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