von Aktion Deutschland Hilft/ADRA
Der Jemen bleibt Schauplatz einer der schwersten humanitären Krisen unserer Zeit. Nach fast einem Jahrzehnt Krieg ist die Infrastruktur des Landes weitgehend kollabiert.
17,8 Millionen Menschen brauchen medizinische Hilfe
Etwa die Hälfte aller Gesundheitseinrichtungen ist nicht mehr funktionsfähig, während rund 17,8 Millionen Menschen dringend auf medizinische Hilfe angewiesen sind. Darunter befinden sich auch 3,2 Millionen Binnenvertriebene und überproportional viele Frauen und Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen.
ADRA Deutschland und ADRA Jemen arbeiten seit 2012 im Jemen eng zusammen, vor allem in den Bereichen Gesundheit, Ernährung und Trinkwasserversorgung. In den südlichen Regionen Lahj, Taiz und Abyan setzt die Bündnisorganisation derzeit ein Programm zur Stärkung des jemenitischen Gesundheitssystems um.
Gesundheit als Schlüssel zur Stabilität
Diese Regionen zählen zu den ärmsten des Landes und brauchen dringend Unterstützung, um den wachsenden humanitären Bedarf zu decken. Das bis 2027 laufende Hilfsprojekt zielt darauf ab, das Gesundheitssystem langfristig zu stärken sowie die Menschen besser auf Krisen vorzubereiten.
Ein wichtiger Projektbaustein ist die Rehabilitation von Gesundheitseinrichtungen: Vier Krankenhäuser werden baulich saniert, mit Möbeln und Medizintechnik ausgestattet und unter Berücksichtigung der Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen barrierefrei oder barrierearm modernisiert.
Um neben der physischen auch die seelische Gesundheit der Menschen zu stärken, werden 280 Fachkräfte in psychosozialer Unterstützung geschult. Sie begleiten Menschen, die durch Krieg, Vertreibung und den Verlust von Angehörigen traumatisiert sind, und helfen ihnen dabei, Bewältigungsstrategien zu entwickeln.
Ein essenzieller Bestandteil von Gesundheit
Da der Zugang zu ausreichend Trinkwasser ein essenzieller Bestandteil von Gesundheit ist, setzen die Teams von ADRA Wasserstellen und Abwassernetze instand, um Krankheiten wie Cholera vorzubeugen. Dazu gehören auch die Schulungen von lokalen Fachkräften, die die reparierten Wasserstellen künftig pflegen, verwalten und die Qualität des Wassers kontrollieren.
Weil knappe Ressourcen ein Nährboden für Konflikte sind, schulen Helfer:innen zudem 65 Gemeindevertreter:innen und Vertreter:innen lokaler Behörden in Mediation und friedlicher Konfliktbeilegung.
+++ Spendenaufruf +++
Aktion Deutschland Hilft, Bündnis der Hilfsorganisationen,
nimmt Spenden für die Betroffenen im Jemen entgegen unter:
Stichwort: Hunger Jemen
IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30, BIC: BFSWDE33XXX
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