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Hochwasser Deutschland und NachbarländerDer ASB steht in Pirna vor gewaltigen Aufräumarbeiten

14-06-2013

Im April 2002 war es soweit: Der ASB Königstein/Pirna eröffnete sein „Betreutes Wohnen“ mitten in der Pirnaer Altstadt. In dem schmucken Neubau zogen Senioren ein, die jederzeit auf die Leistungen des Arbeiter-Samariter-Bundes zurückgreifen konnten – darunter die ambulante Pflege, das Hausnotrufsystem oder der Einkaufsdienst.

Doch im August 2002 kam alles anders. Nämlich das Hochwasser. Die Fluten der Elbe machten auch vor dem „Betreuten Wohnen“ nicht Halt. Im Erdgeschoss stand das Wasser bis zu zwei Meter hoch, viele Wohnungen wurden verwüstet. „Es dauerte zwei Monate, bis die Bewohner zumindest wieder in die oberen Stockwerke einziehen konnten“, erinnert sich Grit Streilein, die ASB-Verantwortliche im Betreuten Wohnen. „Die massiven Schäden im Erdgeschoss waren erst nach rund acht Monaten wieder komplett beseitigt.“

Aufräumarbeiten sind in vollem Gange

Jetzt, elf Jahre später, steht Grit Streilein vor dem nächsten Neuanfang: „Als ich gesehen habe, dass das Wasser wieder zwei Meter im Erdgeschoss steht, war ich absolut verzweifelt“, sagt die 42-Jährige. „Ich stand derart unter Schock, dass ich nicht einmal Fotos machen konnte.“ Das Wasser ist mittlerweile wieder abgelaufen – und hat ein schreckliches Bild hinterlassen: Sämtliche Erdgeschoss-Wohnungen sind zerstört, hinzu kommt das ASB-Büro. Überall Schlamm und Dreck.

Seit Dienstag sind 16 Frauen und Männer damit beschäftigt, all das auf den Sperrmüll zu werfen, was bei der Evakuierung nicht mehr in Sicherheit gebracht werden konnte: Schränke, Kommoden, Tische, Stühle, Lampen, auch alte Nähmaschinen landen vor dem Haus auf einem großen Berg mit Sperrmüll. „Es ist unheimlich bitter, das mit ansehen zu müssen“, sagt Grit Streilein. Umso mehr freut sie sich über das Engagement der freiwilligen Helfer: „Bei uns packen viele Menschen an, die sonst hier in der Sächsischen Schweiz Urlaub machen. Jetzt sind sie hier, um der Region wieder auf die Beine zu helfen.“

Die 44 Bewohnerinnen und Bewohner konnten bei Angehörigen, in Pensionen oder in Notunterkünften untergebracht werden. „Bis sie wieder einziehen können, kann es leider noch eine ganze Weile dauern“, sagt die ASB-Geschäftsführerin Alies Domaschke. Die Statik des Gebäudes müsse erst noch eingehend überprüft werden. Das Betreute Wohnen ist dabei längst nicht die einzige ASB-Einrichtung, die vom Hochwasser betroffen ist. Domaschke: „In unserem Kinderhort in Pirna sowie in unserer Geschäftsstelle in Königstein stehen die Keller noch immer unter Wasser.“ Die Samariter stehen hier vor einer Mammutaufgabe. Bis hier in der Sächsischen Schweiz wieder Normalität einzieht, wird es noch viele Monate dauern.

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