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Hochwasser Deutschland und NachbarländerFluthilfe: Mit unbemanntem zivilen Kleinflugzeug die Deiche überwachen

19-06-2013

Bei der Deichsicherung greift Helps Partnerorganisation @fire auch auf modernste Technologie zurück und setzt für die Deichüberwachung und Lageerkundung ein unbemanntes Kleinflugzeug ein.

UAS - Was ist das?

Das unbemannte Kleinflugzeug wird gelegentlich bzw. umgangssprachlich auch als Drohne bezeichnet. Es handelt sich dabei um ein so genanntes UAS (Unmanned Aerial System) mit einer Spannweite von 1,8 Meter und einem maximalem Startgewicht von 5 Kilo. Das Flugzeug kann ein Kilogramm Nutzlast aufnehmen. Der Hersteller und Betreiber FTI hat sein Kleinflugzeug vom Typ UAV 180 für die Fluthilfe unserer Partnerorganisation @fire zur Verfügung gestellt.

Wo wird das UAS eingesetzt?

Beim Hochwasser an der Elbe wird das Kleinflugzeug beim Einsatz in Lüchow, Niedersachsen, zur Lageerkundung und Überprüfung des Deichs auf kritische Stellen eingesetzt.

Wie funktioniert das UAS?

Das Kleinflugzeug wird von einem Katapult aus gestartet und kann maximal 60 Minuten in der Luft bleiben. Bei einer Geschwindigkeit von bis zu 100 km/h werden einzelne Bilder aufgenommen, die nach der Landung automatisch zu einem Gesamtbild zusammengefügt werden. Dies ermöglicht der Einsatzleitung einen besseren Überblick über die Lage zu bekommen und erleichtert wichtige und schnell zu fällende Entscheidungen in der Deichsicherung. Die einzelnen Fotos sind mit Koordinaten versehen, sodass Lecks schnell zu orten sind.

Das Flugzeug fliegt aus rechtlichen Gründen vollautomatisch. Die Flugroute wird zuvor per Computer festgelegt. Die steuernde Person, der "Operator", wird nur für die Landung und den Start benötigt. Trotzdem bleibt das UAS stets in Sichtweite des Operators, die Reichweite beträgt so etwa 1 Kilometer.

Was braucht das UAS?

Das rein zivile System verfügt über eine allgemeine Aufstiegserlaubnis für Niedersachsen und benötigt lediglich eine Wiese als Landefläche. Aufgrund der modularen Konfiguration kann das System einfach zerlegt und transportiert werden. Das gesamte System kann von nur zwei Personen startklar gemacht und bedient werden. Wichtig innerhalb des Flugzeugs ist der Akku, die Kamera und die Speicherkarte für die Fotos.

Derzeit ist das UAS auf Abruf, Help visiert nun Projekte in der Beseitigung von Flutschäden und im Wiederaufbau an. Hierzu hat Help Kontakt mit sozialen Einrichtungen aufgenommen.

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