Rohingya Myanmar/BangladeschMonsun trifft Menschen in Südasien

12-08-2019

von Aktion Deutschland Hilft

In Nepal, Bangladesch und Indien hat der Monsunregen zu Überschwemmungen und gefährlichen Erdrutschen geführt. Schon im Juli mussten rund sieben Millionen Kinder, Frauen und Männer ihr Zuhause verlassen. Im August sorgt der Monsun vor allem in Indien für Chaos und Leid. Die Behörden fürchten, dass sich die Situation verschärfen wird.

Bündnisorganisationen auf Nothilfe vorbereitet

Mitarbeiter und Partner der Hilfsorganisationen sind vor Ort und haben bereits mit ihrer Nothilfe vor Ort begonnen. Wir halten Sie auf dem Laufenden!

Update 12.08.2019

Indien: Erneut müssen Hunderttausende ihr Zuhause verlassen

In Indien sind nach tagelangem Monsunregen etwa 100 Menschen bei Überschwemmungen gestorben. Sie wurden von Regenfluten mitgerissen, von Erdrutschen verschüttet oder von einstürzenden Häusern erschlagen, teilten die Behörden mit. Hunderttausende Kinder, Frauen und Männer in ganz Indien mussten ihre Häuser verlassen. Vor allem im südindischen Bundesstaat Kerala ist die Lage katastrophal.

Update 22.07.2019

Flüsse treten über die Ufer – Lebensmittel werden knapp

In den betroffenen Ländern mussten mindestens sieben Millionen Menschen ihre Häuser verlassen. Rund 270 Kinder, Frauen und Männer starben, die meisten davon in Nepal. Tausende Dörfer und Städte sind von der Versorgung abgeschnitten. In einigen Regionen fiel der Strom aus. Viele Straßen sind weiterhin unpassierbar, berichten Hilfsorganisationen unseres Bündnisses.

Besonders betroffen ist die Region Bihar im Nordosten Indiens. Auf vormals ausgetrockneten Flächen haben sich Seen gebildet. Flüsse traten über die Ufer. Millionen Hektar Ackerland sind überflutet. Nahrung und Trinkwasser drohen knapp zu werden.

Update 15.07.2019

Nepal: Zahl der Toten könnte weiter steigen

Am schwersten wirkt sich der heftige Niederschlag in diesen Tagen auf Nepal aus. Im Südwesten des Landes sind einige Straßen und Brücken wegen des Hochwassers nicht befahrbar. Die Menschen befürchten, dass der Fluss Koshi übertreten und die Überschwemmung ihre Häuser und Felder erreichen könnte. Es kommt zu Stromausfällen.

Nach offiziellen Angaben sind 64 Menschen zu Tode gekommen. Laut den Behörden ist wahrscheinlich, dass die Zahl weiter steigt. Mehr als 3.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. 

Rohingya: Überschwemmungen im Flüchtlingscamp

Im Süden von Bangladesch führte der Monsunregen zu Hochwasser in Flüchtlingscamps in Cox’s Bazar. Dort leben etwa eine Million Rohingya, eine muslimische Minderheit aus Myanmar. Mehr als 5.800 Flüchtlinge mussten ihre Unterkünfte verlassen.

Unser Bündnis leistet den Menschen seit der gewaltvollen Vertreibung der Rohingya im Sommer 2017 Nothilfe. In den vergangenen Monaten haben sich Helfer und Flüchtlinge auf die Monsunzeit vorbereitet, um das Katastrophenrisiko zu reduzieren. Brücken und Straßen wurden befestigt und erdrutschgefährdete Hänge gestützt.


Mehrere Millionen Menschen in Indien betroffen

In den indischen Regionen Assam, Bihar, Uttar Pradesh und Bengal sind mehrere Millionen Menschen vom Starkregen betroffen.  Es wird befürchtet, dass mehrere Flüsse weiter über die Ufer treten und es etwa im Bezirk Saharsa zu schweren Überschwemmungen kommt. Die Behörden bereiten sich auf Evakuierungen vor.

Ein internationales Hilfsersuchen hat bisher keines der betroffenen Länder gestellt.

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
bittet dringend um Spenden für die weltweite Nothilfe

Spenden-Stichwort: Nothilfe weltweit
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