Helfer bringen Hilfsgüter für Menschen in Flüchtlingscamps

MonsunKurz erklärt: Wie entsteht ein Monsun?

von Aktion Deutschland Hilft

Monsune prägen das Klima in vielen Regionen weltweit. Ihre Entstehung ist von sehr vielen Faktoren geprägt und unterscheidet sich regional. Manche Merkmale sind ihnen in allen Regionen gemein. Sie heißen "Monsunkriterien". Dazu gehört, dass der Monsunwind halbjährlich die Richtung ändert.

Das geschieht, wenn sich der Luftdruck in bestimmten Zonen nahe am Äquator ändert. Genauer: in der innertropischen Konvergenzzone. Das ist eine wenige hundert Kilometer breite Tiefdruckrinne in Äquatornähe. Dort herrscht vergleichsweise wenig Druck. Dadurch wird Luft angezogen und es entstehen Winde, die Passatwinde.

Darum ändert der Monsun seine Richtung

Die Erwärmung und die Abkühlung der Landoberfläche erfolgen in dieser Zone etwa zwei- bis dreimal so schnell wie die der Wasseroberfläche. Das beeinflusst die Passatwinde – sie  verschieben sich.

Wenn sich die Luftmassen auf den Äquator zu bewegen, wenden die Winde auf der Nordhalbkugel nach Osten. Ein Nordost-Passat entsteht. Auf der Südhalbkugel dreht sich  der Passatwind nach Westen und wird zum Südost-Passat.

Auch der Stand der Sonne beeinflusst die Richtungsänderung: Steht die Sonne beispielsweise südlich des Äquators, tritt der Nordwest-Monsun (eigentlich Nordwest-Monsunwind) auf. Aufgrund der Nebenbedingungen (Monsuntief) und der wenigen vorhandenen Landmassen, ist dieser Effekt auf der Südhalbkugel jedoch schwächer.

Wind weht über Ozeane & bringt Monsunregen

Auf seinem Weg vom Ozean zum Kontinent nimmt der Monsunwind über dem Meer feuchte und warme Luft auf. Trifft die Luft auf Hindernisse wie ein Gebirge, steigt die Luft auf. Dabei kühlt sie ab – dicke und schwere Wolken entstehen. Die Feuchtigkeit können sie dann nicht mehr halten und es beginnt zu regnen.

Der Sommermonsun gilt daher als Regenzeit. Er bringt den oft monatelang anhaltenden Monsunregen. Das hat vor allem in der jüngeren Vergangenheit zu überdurchschnittlichen Hochwassern und Überschwemmungen geführt. Der Wintermonsun hingegen bringt trockene Luftmassen mit sich, die ausgeprägte Trockenzeiten verursachen.

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