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Indien – ein Überblick

  • Einwohner: Nach China ist Indien das bevölkerungsreichste Land der Erde.
  • Karte: Indien liegt in Südasien und nimmt fast den gesamten indischen Subkontinent ein. Flächenmäßig gehört es zu den größten Ländern.
  • Bevölkerung: Fast 80 Prozent der Einwohner gehören dem Hinduismus an. Zu den mehr als 20 offiziellen Sprachen gehören Hindi und Englisch.

Kastenzugehörigkeit, Religion und die Situation von Mädchen

Indien hat sich in den vergangenen Jahrzehnten in vielen gesellschaftlichen Bereichen weiterentwickelt. Dennoch ist das Leben der Menschen häufig von ihrer Kastenzugehörigkeit, der gesellschaftlichen Rangordnung, geprägt. Dabei ist diese Art der Diskriminierung seit 1950 verboten.

Neben Muslimen werden auch indische Mädchen und Frauen in verschiedenen Lebensbereichen benachteiligt. In Familien, die Söhne gegenüber Töchtern bevorzugen, werden weibliche Föten abgetrieben. Die Kindersterblichkeit ist bei Mädchen deutlich höher als bei Jungen.


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Indien: "Kronjuwel" während der Kolonialzeit

Während der Kolonialzeit galt Indien als "Kronjuwel" des britischen Weltreichs. Nach mehreren Jahren gewaltfreien Widerstands – unter anderem geführt von Mahatma Gandhi – wurde Indien 1947 ein unabhängiger Staat. Dabei wurde der indische Subkontinent aufgeteilt: in Indien – als Land für die hinduistische Bevölkerung. Und in Pakistan – für die muslimische Minderheit. Das Verhältnis zwischen den Staaten ist bis heute angespannt.

In den folgenden Jahrzehnten führten Indien und Pakistan mehrere Kriege: 1947 und 1965 kämpften sie um die Grenzregion Kaschmir. 1971 unterstützte Indien Ostpakistan, das heutige Bangladesch, im Kampf um die Unabhängigkeit.

Gerade im Vergleich zu anderen Ländern in der Region hat sich Indien seit der Unabhängigkeit sehr in Richtung Demokratie entwickelt. Es gibt beispielsweise eine funktionierende Gewaltenteilung. Gleichzeitig ist Korruption in der Politik verbreitet.

Fortschritt und Ungleichheit in Indien

Nach Reformen zu Beginn der 90er Jahre hat sich Indien zur Wirtschaftsmacht der Region entwickelt. Das Land – beziehungsweise vor allem einige Bevölkerungsschichten - haben von Fortschritten in der IT-Industrie und der Forschung profitiert. Etwa die Hälfte der Bevölkerung arbeitet in der Landwirtschaft. Berufliche Alternativen gibt es in vielen Teilen des Landes nicht.

Das Pro-Kopf-Einkommen liegt weiterhin unter dem weltweiten Fortschritt. Obwohl die Armut seit der Unabhängigkeit kontinuierlich gesunken ist, lebt heute jeder vierte Einwohner unterhalb der Armutsgrenze. Das Bildungs- sowie das Gesundheitssystem sind für Menschen außerhalb der vermögenden Bevölkerungsgruppen schwerer zugänglich.


Quellen: CIA (The World Factbook), GIZ (LI Portal), Auswärtiges Amt (Stand: 07/2019)

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