Corona-Pandemie/COVID-19COVID-Impfung: Vertrauen der Menschen gewinnen

27-10-2021

von Malteser International

Zum Abschluss des Weltgesundheitsgipfels in Berlin fordert Malteser International mehr Anstrengungen, um das Vertrauen der Menschen in die Impfstoffe gegen das Coronavirus zu gewinnen. Das gilt besonders für afrikanische Länder. Denn dort sind die Sorgen vor der Impfung und die Falschinformationen bei den Menschen stark ausgeprägt.

Fehlendes Vertrauen und Falschinformationen

In den afrikanischen Ländern liegt die Impfquote noch immer meist im einstelligen Bereich. Das liegt zum einen am Mangel an Impfstoffen und an Logistik, zum anderen am fehlenden Vertrauen der Menschen in die Vakzine. Doch die Pandemie kann nur global bekämpft werden.

"Deshalb müssen wir mit den Menschen sprechen. Wir müssen verstehen, welche Gründe sie davon abhalten, sich impfen zu lassen, welche Gerüchte kursieren und diese aus dem Weg räumen. Das gelingt uns nur, wenn wir ihnen auch zuhören. Das haben wir beim letzten Ebola-Ausbruch in der DR Kongo gesehen und das ist bei der Bekämpfung von Corona genauso wichtig, ebenso wie bei allen kommenden Epidemien", sagt Roland Hansen, Leiter der Afrikaabteilung bei Malteser International.

Von der Ebola-Epidemie lernen

Während des größten Ebola-Ausbruchs in der DR Kongo zwischen 2019 und 2020 luden die Malteser zusammen mit den Gesundheitsbehörden, die Bevölkerung in Sensibilisierungsworkshops ein.

Dort berichteten die Menschen von ihren Ängsten und Gerüchten. Alle weiteren Maßnahmen, wie Krisenreaktionspläne, konnten so auf die Bedürfnisse der Menschen direkt abgestimmt werden und waren deutlich erfolgreicher. Unterstützt wurden die Projekte von der EU und der Bundesregierung.

Gefahr von neuen Mutationen verhindern

"Auf dem World Health Summit wurde in den vergangenen Tagen viel über eine gerechte Verteilung der Impfstoffe gesprochen. Das ist natürlich die Grundvoraussetzung für die Bekämpfung der Pandemie. Aber das darf nicht alles sein. Wir müssen die Infrastrukturen in den Ländern verbessern und das Vertrauen der Menschen in die Impfstoffe gewinnen. Denn wenn wir die Impfquote weltweit nicht schnellstmöglich verbessern, werden sich neue Mutationen bilden und letztendlich die Wirksamkeit der bisherigen Impfstoffe verringern. Dann werden auch wir in Europa wieder von vorne beginnen müssen und ein Ende der Pandemie rückt in weite Ferne", sagt Hansen.

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
bittet um Spenden, um in weltweiten Hilfsprojekten des Bündnisses die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ausweiten zu können:

Spenden-Stichwort: Corona-Nothilfe weltweit
Spendenkonto: IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30
Spenden-Hotline: 0900 55 10 20 30 (Festnetz kostenfrei, mobil höher)
oder online spenden