Sars-CoV-2/COVID 19CARE: Erste COVID-19-Todesfälle im Jemen bestätigt

30-04-2020

von CARE

Das Gesundheitsministerium im Jemen hat heute die ersten zwei Covid-19-Todesfälle offiziell bestätigt. Das Land befindet sich damit am Rande einer unvermeidlichen Katastrophe.

Die Hilfsorganisation CARE ist extrem besorgt über die Situation im Jemen, wo seit fünf Jahren Bürgerkrieg herrscht. Jüngst gab es Eskalationen der Gewalt im Norden und schwere Überschwemmungen im Land. Die Bevölkerung leidet zudem an Hunger und Cholera stellt ein immenses Gesundheitsrisiko dar.

Schwache Gesundheitssysteme im Bürgerkriegsland

Karl-Otto Zentel, Generalsekretär von CARE Deutschland: "Normalerweise steht der Jemen wegen Gewalt oder Hungersnöten im Fokus. Nun ist das passiert, was wir alle befürchtet haben: COVID-19 hat das Leben von zwei Menschen in Aden gefordert. Das jemenitische Volk, das seit fünf Jahren Gewalt, Hunger und Armut erdulden muss, ist tief getroffen. Humanitäre Helfer geben unter äußerst schwierigen Umständen alles, aber das Coronavirus droht die Kapazitäten zu überlasten. Das Land steht am Rande einer unvermeidlichen Katastrophe."

Jemen: Hunger, Flucht und Corona

CARE fordert umgehende Unterstützung für Prävention und Gesundheitsversorgung. Zudem sollten humanitäre Helfer mit Fachkenntnissen im Umgang mit Epidemien und Pandemien Zugang in den Jemen erhalten.

Nach fünf Jahren Krieg sind die Infrastruktur und das Gesundheitssystem im Land schwer in Mitleidenschaft gezogen.

Bushra Aldukhainah, Regionalmanagerin CARE Yemen: "Worte können die Sorgen und Bedenken unserer Mitarbeiter nicht beschreiben. Wenn europäische und reiche westliche Länder die Ausbreitung von COVID-19 mit fortschrittlichen medizinischen Systemen nicht kontrollieren könnten, wie soll es dann der Jemen schaffen?"

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
bittet um Spenden, um in weltweiten Hilfsprojekten des Bündnisses die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ausweiten zu können:

Spenden-Stichwort: Corona-Nothilfe weltweit
Spendenkonto: IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30
Spenden-Hotline: 0900 55 10 20 30 (Festnetz kostenfrei, mobil höher)
oder online spenden