von Aktion Deutschland Hilft
Anhaltender Starkregen und immer wieder Zyklone: Im Süden Mosambiks sowie in der Landesmitte sind laut UN-Angaben Hunderttausende Menschen von Überschwemmungen betroffen.
Viele von ihnen haben ihr Zuhause verloren und mussten vor den Wassermassen und Zerstörungen fliehen. Mehrere Bündnisorganisationen von Aktion Deutschland Hilft sind in den betroffenen Regionen mit lokalen Partnern aktiv.
Update (13.02.2026)
Prekäre Bedingungen durch Zyklone und Gefahr von Cholera-Ausbreitung
Keine Entwarnung für die Menschen im südlichen Afrika: Hilfsorganisationen aus dem Bündnis Aktion Deutschland Hilft erwarten aufgrund meteorologischer Vorhersagen noch bis Ende März eine anhaltend bedrohliche Lage für die Bevölkerung in dieser Region.
Schon jetzt ist die humanitäre Lage prekär. Durch die massiven Überschwemmungen sind die Versorgung mit sauberem Trinkwasser und hygienischen Bedingungen in den betroffenen Regionen sehr schlecht. Es besteht die Gefahr einer Verbreitung lebensbedrohlicher Krankheiten wie Cholera.
"Über unsere Bündnisorganisationen müssen wir den hunderttausenden Betroffenen jetzt schnelle und koordinierte Hilfe zukommen lassen", sagt Maria Rüther, Hauptgeschäftsführerin bei Aktion Deutschland Hilft.
Update (11.02.2026)
Weiterer Zyklon droht Lage in Mosambik zu verschärfen
In Mosambik könnte sich die humanitäre Lage durch einen weiteren Wirbelsturm zuspitzen. Zyklon Gezani ist zunächst in Madagaskar auf Land getroffen und hat dort große Verwüstung hinterlassen.
Expert:innen rechnen damit, dass der Sturm in den Mosambik-Kanal ziehen wird und sich dort erneut intensivieren könnte. Bereits jetzt sind die Schäden in Mosambik aufgrund des wochenlang anhaltenden Starkregens enorm.

“Wir kämpfen jetzt gegen die Zeit”
Ein Team unserer Bündnisorganisation Johanniter war in den betroffenen Regionen Manica und Sofala im Zentrum Mosambiks unterwegs, um die Lage vor Ort einzuschätzen und zu ermitteln, was die Menschen jetzt am dringendsten brauchen.
Die Helfer:innen berichten von durch Wassermassen unpassierbare Straßen. Zudem seien viele Familien aus überfluteten Häusern geflohen, lebten nun in Zelten und hätten durch die Zerstörung von Nutzpflanzen wie Mais und Reis auf den Feldern ihre Lebensgrundlagen verloren.
„Mit unseren Hilfsmaßnahmen kämpfen wir jetzt gegen die Zeit. Die von den schweren Überschwemmungen betroffenen Gemeinden und Familien sind mit Hunger, verschmutztem Trinkwasser und einem hohen Krankheitsrisiko konfrontiert", schätzt Henry Omara, Leiter der Johanniter-Programme für Mosambik, die Lage ein.
"Nothilfemaßnahmen sind jetzt dringend notwendig, um die Schwächsten vor einer sich verschärfenden Krise zu schützen,“ so Omara weiter.
Bündnisorganisationen leisten Hilfe
Die Johanniter planen, 1.500 Haushalte einen Monat lang mit Nahrungsmitteln zu versorgen. Um der Ausbreitung von Krankheiten vorzubeugen, sollen sanitäre Anlagen eingerichtet werden.
Zudem will die Bündnisorganisation Saatgut verteilen, damit zerstörte Mais- und Reispflanzen neu angepflanzt werden können. Die Nothilfemaßnahmen werden unter anderem mit Spenden des WDR 2 Weihnachtswunders finanziert.
Auch die Bündnisorganisation CARE hat mit erster Unterstützung für die betroffenen Menschen in Mosambik begonnen. Neben Verteilungen in Gaza and Sofala an bisher rund 5.000 Menschen wurden Hilfsgüter in die betroffenen Regionen transportiert und Bargeldhilfen ausgeweitet.
Flut Mosambik: Ausnahmezustand ausgerufen
Seit Wochen wüten Tropenstürme im Land, seit Mitte Januar wurde deswegen der landesweite Notstand ausgerufen. Zehntausende Häuser stehen unter Wasser, viele Straßen, Brücken, Schulen und Krankenhäuser sind zerstört. Das erschwert die medizinische Versorgung der Menschen enorm.
Auch durch überflutetes Ackerland und zerstörte Ernten spitzt sich die humanitäre Lage weiter zu, ebenso durch den mangelhaften Zugang der Menschen zu sauberem Trinkwasser. Insbesondere bei Überschwemmungskatastrophen steigt das Risiko von Krankheitsausbrüchen, zum Beispiel für Cholera.
Unser Bündnis ist im Einsatz
Erst nach und nach wird das Ausmaß der Katastrophe deutlich. Zerstörte oder beschädigte Straßen stellen die Helfer:innen vor weitere Herausforderungen und erschweren die Lieferung von humanitären Hilfsgütern.
Mehrere Bündnisorganisationen von Aktion Deutschland Hilft sind im Einsatz und leisten den betroffenen Menschen Nothilfe: mit Trinkwasser, Nahrung und Zugang zu Notunterkünften.
Notfallteams und Hilfsgüter
ADRA hat den nationalen Notfallplan aktiviert und unterstützt besonders betroffene Familien in der Provinz Gaza, die nördlich der Hauptstadt Maputo liegt, mit Gutscheinen. Diese können bei lokalen Händler:innen für dringend benötigte Waren eingelöst werden. Die Johanniter prüfen aktuell verschiedene Nothilfemaßnahmen, Malteser International bereitet den Einsatz eines Notfallteams vor. Auch der ASB ist mit lokalen Partnern im Einsatz, die Hilfsgüter verteilen.
Immer wieder ist Mosambik besonders stark von heftigen Regenfällen betroffen. Der Klimawandel beziehungsweise die fortschreitende Erderwärmung verstärkt solche Extremwetterereignisse.
+++ Spendenaufruf +++
Aktion Deutschland Hilft, Bündnis der Hilfsorganisationen,
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