Internationaler Tag der Kinderrechte – die UN-Kinderrechtskonvention

Kinder in NotInternationaler Tag der Kinderrechte – die UN-Kinderrechtskonvention

Sie sind keine Erwachsenen. Sie sind kleiner und schutzloser: Kinder. Eben weil sie sich nicht wehren und durchsetzen können wie Erwachsene, bedürfen sie besonderer Fürsorge und besonderen Schutzes. Das haben die Vereinten Nationen im Jahr 1989 in der Konvention über die Rechte des Kindes festgehalten.

Seit 26 Jahren wird jedes Jahr am 20. November der Internationale Tag der Kinderrechte von den Vereinten Nationen begangen. An diesem Datum hatten 1989 insgesamt 191 Staaten der UNO die Kinderrechtskonvention verabschiedet. Die Unterzeichner verpflichten sich, grundlegende Rechte der Kinder zu achten und zu schützen. Es ist die Konvention, welche die meisten Unterstützer aller UN-Konventionen bis dato hat – bis heute unterzeichneten 195 Länder das Dokument.

In Deutschland wird der sogenannte Internationale Kindertag am 1. Juni gefeiert, am 20. September findet der Weltkindertag statt. Denn die DDR hatte sich auf das erste, die BRD auf das zweite Datum festgelegt. Nach der Wiedervereinigung behielt man beide Tage bei.

Wie ist die Kinderrechtskonvention entstanden?

Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatte es erste Ansätze gegeben, Kinderrechte zu schützen. Denn nach dem Ersten Weltkrieg war die Situation gerade für Kinder in Deutschland und Österreich aufgrund der Nachkriegszeit sehr schwer. Am 24. September 1924 kamen deshalb 54 Vertreter verschiedener Staaten zusammen und verabschiedeten die erste Genfer Erklärung zum Schutze der Kinder.

22 Jahre später wurde der Völkerbund von den Vereinten Nationen abgelöst. Diese fügte in ihre Allgemeine Erklärung der Menschenrechte 1948 einen Kinderschutzparagraphen ein. Wenige Jahre später, am 20. November 1959, verabschiedete die Generalversammlung der Vereinten Nationen die „Deklaration über die Rechte der Kinder“. Über viele Jahre hinweg wurden Vorschläge zur Ergänzung und Erweiterung gesammelt. Der im Jahr des Kindes 1979 vorgelegte Entwurf für eine neue Kinderrechtskonvention wurde schließlich zur Ausgangsbasis für das Übereinkommen vom 20. November 1989.

In Deutschland wurde die Kinderrechtskonvention am 26. Januar 1990 unterzeichnet und trat am 5. April 1992 in Kraft. Die Konvention wurde um mehrere Zusatzprotokolle ergänzt. Eines betrifft „den Verkauf von Kindern, die Kinderprostitution und die Kinderpornographie“, ein weiteres „die Beteiligung von Kindern an bewaffneten Konflikten“.

Welche Rechte sind verankert?

In der 54 Artikel umfassenden Konvention sind zehn Grundrechte für Kinder verankert. So haben Kinder ein Recht auf Leben und Überleben, auf Gleichbehandlung und Schutz vor Diskriminierung, Gewalt, Vernachlässigung und Verfolgung. Auch das Recht auf Gesundheit, Bildung, Privatsphäre und Freizeit sowie das Recht auf Zugang zu sauberem Wasser, Nahrung und medizinischer Versorgung wird genannt. Zudem finden sich das Recht auf sofortige Hilfe in Katastrophen und Notlagen und ein sicheres Zuhause. Außerdem wird festgehalten, dass alle diese Rechte unabhängig von Religion, ethnischer Herkunft und Geschlecht garantiert werden müssen. Kinder haben auch das Recht auf einen Namen und eine Staatszugehörigkeit.

Zwar überwacht der Ausschuss für die Rechte des Kindes der UN die Einhaltung der Bestimmungen. Doch in der Realität werden viele der Grundrechte nicht oder nur unzureichend umgesetzt. Diskriminierung, Kinderarbeit und Kinderhandel, die Benachteiligung von Mädchen und Gewalt gegen Kinder, die Rekrutierung von Kindern für den Kriegseinsatz und Zwang zur Prostitution: Die Liste der Missachtungen von Kinderrechten ist lang. Eine Welt, in der alle Kinder eine gute Kindheit haben dürfen, ist weit weg. Für viele Kinder stehen ihre Rechte nach wie vor nur auf dem Papier.

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