Frauen im FokusWelt-Mädchentag

Heute ist eine Premiere. An diesem 11. Oktober 2012 wird zum ersten Mal der "International Day of the Girl Child" begangen. Ein Tag, der den Mädchen weltweit gewidmet ist, die vielerorts weitaus schlechtere Lebensaussichten haben als Jungen. Besonders in Entwicklungsregionen werden Mädchen weiterhin benachteiligt, diskriminiert und sind oft schwersten Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt.

Mädchen werden schlechter versorgt als Jungen

Häufig fängt die Diskriminierung von Mädchen schon im Bauch der Mutter an. In Teilen Chinas und Indiens werden weibliche Embryonen abgetrieben, weil die Eltern sich aus ökonomischen Gründen einen Jungen wünschen. Einmal auf der Welt, bekommen Mädchen oft weniger Nahrung als ihre Brüder. Sie sind häufiger mangelernährt, werden weniger gut medizinisch versorgt und können seltener als Jungen eine Schule besuchen.

Vielerorts müssen Mädchen schwerste Menschenrechtsverletzungen erleiden

Gewalt und Ausbeutung, Menschenhandel, Zwangsprostitution, Genitalverstümmelung und Zwangsheirat – die Liste der Menschenrechtsverletzungen, die Mädchen erleiden müssen, ist lang. Zwar wurden im Jahr 1989 mit der UN-Kinderrechtskonvention die allgemeinen Menschenrechte noch einmal speziell für die Lebenslagen von Kindern formuliert. Doch vor allem für viele Mädchen stehen diese Rechte bis heute nur auf dem Papier.

Der Welt-Mädchentag soll auf das Unrecht aufmerksam machen

Anstelle einer Gleichberechtigung der Geschlechter, wie sie auch von den Vereinten Nationen in der Millenniumserklärung angestrebt wird, steht noch immer eine enorme Benachteiligung und Diskriminierung von Mädchen und Frauen weltweit. Nun haben die Vereinten Nationen auf Initiative des Kinderhilfswerks Plan International den Welt-Mädchentag ins Leben gerufen. Es geht darum, auf das Unrecht, das Mädchen täglich erleiden müssen, aufmerksam zu machen. Und darum, sich aktiv für die Stärkung der Mädchen einzusetzen.

Mädchen zu fördern hat positive Auswirkungen auf die Gemeinschaft

Mädchen zu fördern bleibt nicht ohne positive Folgen. Ihre Bildung, Gesundheit und Gleichberechtigung haben Auswirkungen auch auf die Gemeinschaft, in der sie leben. Mädchen, die zur Schule gehen, geben später wertvolles Wissen an ihre Kinder weiter. Gebildete Frauen können ihre Familien besser versorgen und investieren in die Zukunft ihrer Kinder. Sie erschließen eigene Einkommensquellen und halten die Gemeinschaft am Laufen. Lange schon ist bekannt, dass gerade sie, die so oft vernachlässigt werden, der Schlüssel für Entwicklung sind.

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