Frauen im FokusWeltfrauentag

08-03-2013

Internationaler Frauentag

Am 8. März wird weltweit zum 104. Mal der Internationale Frauentag begangen. Dabei geht es vor allem darum, Gewalt gegen Frauen anzuprangern und Gleichberechtigung zu fordern, denn noch immer werden Frauen benachteiligt. Chancengleichheit darf nicht nur ein Schlagwort sein – sie muss zur Realität werden.

Gewalt gegen Frauen

Gewalt gegen Frauen meint jegliche geschlechterspezifische Gewalt, durch die Frauen physisch, sexuell oder psychisch leiden. Die Formen der Gewalt, denen Frauen in besonderem Maße ausgesetzt sind, umfassen häusliche und außerhäusliche Misshandlungen und Vergewaltigungen, Genitalverstümmelungen und Ehrenmorde, Zwangsprostitution, Zwangsheirat und Frauenhandel. Jede dritte Frau wird irgendwann in ihrem Leben Opfer von physischer oder sexueller Gewalt. Umso wichtiger ist es, auf Missstände aufmerksam zu machen und diese zu beheben.


Bildung und Partizipation

Noch immer sind Frauen Männern nicht gleichgestellt und werden beim Zugang zu Bildung, Beschäftigung und der Teilhabe an staatlichen Entscheidungsprozessen diskriminiert. Dies ist umso problematischer, wenn man bedenkt, dass die Erreichung der Millenniums-Entwicklungsziele zu einem großen Teil davon abhängt, inwiefern Frauen der Zugang zu Bildung, Gesundheitsvorsorge, Beschäftigung oder Entscheidungsprozessen offensteht. Doch auch hinsichtlich der Teilhabe an politischen Entscheidungsprozessen, beispielsweise durch das Recht zu wählen, werden Frauen in vielen Ländern nicht eingebunden. In vielen Industriestaaten werden Frauen bei gleicher Arbeit häufig schlechter bezahlt als ihre männlichen Kollegen.

Die Arbeit unserer Bündnismitglieder

Unsere Mitgliedsorganisationen engagieren sich weltweit für Frauen jeden Alters, sozialer Herkunft und körperlicher Verfassung. So unterstützt HelpAge Deutschland mit dem Projekt „Jede Oma zählt“ in Afrika die Einbindung älterer Frauen in die Gesellschaft und den Erhalt ihrer Erwerbstätigkeit. AWO International geht gegen Kinderhandel und Kinderprostitution in Südostasien vor und Solidaritätsdienst International unterstützt behinderte Frauen bei der Suche nach Arbeit zur Erlangung der Selbstständigkeit.

Zur Prävention sexueller Gewalt errichtet arche noVa öffentliche Sanitätsräume. Dadurch wird auch der Zugang zu Bildung für Mädchen verbessert, die während ihrer Periode aus Scham Hemmungen haben, die Schule zu besuchen. Die Johanniter Auslandshilfe setzt sich in Dschibuti mit Hilfe von Aufklärungskampagnen über Beschneidungspraktiken und deren verhängnisvolle Folgen gegen weibliche Genitalverstümmelung ein.

Aufklärung über sexuell übertragbare Krankheiten senkt das Risiko zu erkranken. Darum engagiert sich World Vision in Kambodscha, Tansania und Swasiland für in diesem Bereich. Durch eine verbesserte Versorgung von Schwangeren, unter anderem durch die Ausbildung von Hebammen, möchte action medeor in Guatemala die Mütter- und Kindersterblichkeit senken.

Vorsorge hat viele Facetten. So klärt CARE International mit der Young Men Initiative auf dem Balkan junge Menschen über die Ungleichheit der Geschlechter auf, um so langfristig ein Umdenken hinsichtlich vorherrschender Rollenklischees zu bewirken. Islamic Relief Deutschland betreibt ein Seelsorgetelefon in Berlin. So trägt jeder seinen Teil dazu bei, Gewalt und Ungleichheit von Frauen weltweit zu bekämpfen.
 

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
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