Frauen im FokusWeltfrauentag

Am 8. März ist Internationaler Frauentag. An diesem Aktionstag geht es vor allem darum, Gewalt gegen Frauen anzuprangern und Gleichberechtigung zu fordern. Viele Frauen und Mädchen weltweit machen das an diesem Tag, indem sie für ihre Rechte auf die Straße gehen. 

Gewalt gegen Frauen hat viele Formen

Laut Völkerrecht sind Regierungen verpflichtet, Gewalt gegen Frauen zu verhindern und Straftaten ihnen gegenüber zu bestrafen. Doch die Realität sieht in vielen Teilen der Welt anders aus: Physische, emotionale und sexuelle Gewalt ist für unzählige Frauen Alltag. Misshandlungen und Vergewaltigungen, Genitalverstümmelungen und Ehrenmorde, Zwangsprostitution, Zwangsheirat und Frauenhandel müssen sie schon als kleine Mädchen und bis ins hohe Alter erleiden.

Mehr als eine Milliarde Frauen weltweit haben keinen rechtlichen Schutz vor häuslicher sexueller Gewalt. Und in vielen Ländern, wo es Gesetze zum Schutz von Mädchen und Frauen gibt, werden diese ignoriert und Frauen abgewiesen, die um Hilfe bitten.

Chancenungleichheit für Mädchen von Anfang an

Nicht überall sind Frauen Männern gleichgestellt. Es gibt Regionen, wo zahllose Mädchen schon vor ihrer Geburt abgetrieben oder als Baby getötet werden. Im Grundschulalter geht die Ungleichheit weiter, wenn ein Mädchen nicht wie seine Brüder oder Cousins die Schule besuchen darf.

Viele Frauen erhalten für ihre Arbeit gar keine Bezahlung oder sie werden schlechter bezahlt als ihre männlichen Kollegen. In ländlichen Regionen beträgt das Lohngefälle bis zu 40 Prozent. Der Anteil von Frauen in Chefetagen und in nationalen Parlamenten liegt bei weniger als einem Viertel.

Aber: Frauenrechte haben große Fortschritte gemacht

Festzuhalten ist aber auch: Mehr Mädchen als je zuvor besuchen heute eine Schule, wo sie lernen dürfen und der Grundstein für sein selbstständiges Leben gelegt wird. Immer mehr Frauen werden für ihre Arbeit entlohnt und immer öfter arbeiten sie in leitenden Positionen. In zahlreichen Gesetzen ist die Geschlechtergleichheit verankert, Genitalverstümmelung und Kinderehe ist in vielen Staaten inzwischen verboten.

Unser Bündnis hilft Frauen weltweit

Die Hilfsorganisationen von Aktion Deutschland Hilft engagieren sich weltweit für Frauen jeden Alters, unabhängig von ihrer sozialen Herkunft oder ihrer körperlichen Verfassung. In Hilfsprojekten unseres Bündnisses werden beispielsweise Schwangere versorgt und Hebammen ausgebildet, um die Mütter- und Kindersterblichkeit zu senken.

Wir helfen Mädchen, indem wir ihnen den Zugang zu Bildung erleichtern und ermöglichen Frauen eine Ausbildung, damit sie Geld verdienen und ein selbstständiges Leben führen können. Unsere Hilfsorganisationen gehen gegen Kinderhandel und Kinderprostitution vor und unterstützen Frauen, die Opfer physischer und sexueller Gewalt wurden.

Unsere Hilfsorganisationen klären Frauen und Mädchen weltweit über ihre Rechte auf. Auch in Regionen, in denen weibliche Genitalverstümmelung verbreitet ist, gibt es Aufklärungsprojekte. Wird nicht koordiniert gegen diese Menschenrechtsverletzung vorgegangen werden nach UN-Angaben im nächsten Jahrzehnt weiterhin Millionen von Mädchen Opfer von Genitalverstümmelung.

Hintergrund: Die Geschichte des Internationalen Frauentags

Erstmals wurde der Weltfrauentag, oder Internationale Frauentag, 1909 in den USA gefeiert. 1911 kam er nach Deutschland. Weltweit schließen sich seither zahlreiche Länder an und in vielen Regionen der Welt ist der 8. März sogar ein gesetzlicher Feiertag, etwa in Uganda, Vietnam, Nepal, Russland oder Georgien. Auch in China haben die Frauen am 8. März nachmittags frei.

1977 erklärten die Vereinten Nationen den 8. März offiziell zum "Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden". Sie erinnern damit an den historischen Kampf für die Verbesserung der Lebensbedingungen der Frauen.

Quellen: UNRIC, WHO

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
bittet dringend um Spenden für die weltweite Nothilfe

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