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Namibia – ein Überblick

Mit zahlreichen Ethnien und unterschiedlichen Hautfarben sieht sich Namibia als Regenbogennation. Es ist eines der am dünnsten besiedelten Länder der Erde. Fast die Hälfte aller Namibier gehören zur Bevölkerungsgruppe Ovambo. Englisch ist die Amtssprache; sie soll für Chancengleichheit in der Wirtschaft sorgen, ist für viele Menschen jedoch eine Fremdsprache. Fast 90 Prozent der Einwohner sind Christen.

Humanitäre Situation

Einerseits gelten Namibias Entwicklung nach der Unabhängigkeit 1990 und die demokratische  Verfassung als Musterbeispiele. Andererseits sorgen Korruption und Ungleichheit zwischen sozialen Gruppen, Regionen und Ethnien für Probleme in dem jungen Staat.

Ein Großteil der Bevölkerung lebt auf dem Land im Norden – dort, wo die südafrikanische Apartheid-Politik den Lebensraum für die schwarze Bevölkerung vorsah. Seit der Unabhängigkeit von Südafrika gibt es Migrationsbewegungen in Richtung Zentrum und Süden. Das starke Städtewachstum und hohe Arbeitslosigkeit könnten zu sozialen Spannungen führen.

Politische Lage in Namibia

Das heutige Namibia war im 19. Jahrhundert die erste deutsche Kolonie. Als Deutschland seine Kolonien nach dem Ersten Weltkrieg verlor, wurde Namibia zu einer südafrikanischen Provinz. Nach langjährigen Bestrebungen wurde Namibia 1990 unabhängig – als letztes Land in Afrika. An den ersten freien Wahlen hatten sich im Jahr zuvor 96 Prozent der Wahlberechtigten beteiligt.

Bis heute ist die Grenzziehung zwischen Namibia und Südafrika ist unklar. Namibia sieht diese in der Mitte des Oranje-Flusses. Für Südafrika beginnt die Grenze am nördlichen Ufer des Flusses. Zu größeren Auseinandersetzungen ist es bisher nicht gekommen.

Die Situation der Menschen vor Ort

Südlich der Sahara ist Ackerbau kaum möglich, weshalb viele Menschen Viehwirtschaft betreiben. Doch Dürreperioden führen zu Desertifikation und es gibt keine durchgängig wasserführenden Flüsse. Während der Regenzeit kommt es manchmal zu heftigen Niederschlägen, die nur sehr langsam abfließen und großflächige Überschwemmungen verursachen. Gleichzeitig ist die Regenmenge seit mehreren Jahren zurückgegangen, so dass der Grundwasserspiegel bedrohlich sinkt.

Namibias Wirtschaft lebt vor allem vom Tourismus, dem Uran- und Diamantbergbau und Fischfang. Die medizinische Versorgung ist unzureichend, so dass sich ein regelrechter Gesundheitstourismus zwischen Namibia und Südafrika entwickelt hat. Tuberkulose ist in Namibia ein großes Problem und die HIV-Infektionsrate ist eine der höchsten weltweit.

Quellen: CIA (The World Factbook), UNHCR, BPB, Auswärtiges Amt (Stand: 08/2018)

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