In vielen Ländern Afrikas müssen Kinder arbeiten, um ihre Familien zu unterstützen

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Namibia – ein Überblick

Mit zahlreichen Ethnien und unterschiedlichen Hautfarben sieht sich Namibia als Regenbogennation. Das afrikanische Land ist eine der am dünnsten besiedelten Regionen der Erde. Fast die Hälfte aller Namibier gehören zur Bevölkerungsgruppe Ovambo. Englisch ist die Amtssprache; sie soll für Chancengleichheit in der Wirtschaft sorgen, ist für die Menschen in Namibia jedoch eine Fremdsprache.

Humanitäre Situation

Jahrelang gab es in Namibia die weltweit größten Einkommensunterschiede. Die Arbeitslosigkeit ist vor allem unter jungen Menschen hoch. Bergbauunternehmen werden zunehmend beschuldigt, Kinder auszubeuten. Die Polizei gilt als korrupt und wird für das Verschwenden von Steuern kritisiert. 

Politische Lage

Die Grenzziehung zwischen Namibia und Südafrika ist unklar. Namibia sieht diese in der Mitte des Oranje-Flusses, für Südafrika beginnt die Grenze am nördlichen Ufer des Flusses. Zu größeren Auseinandersetzungen deshalb ist es bisher nicht gekommen.

Die Situation vor Ort

Südlich der Sahara ist Ackerbau kaum möglich, weshalb viele Menschen Viehwirtschaft betreiben. Doch lange Dürreperioden führen zu Desertifikation und es gibt keine durchgängig wasserführenden Flüsse. Während der Regenzeit kommt es manchmal zu heftigen Niederschlägen, die nur sehr langsam abfließen und großflächige Überschwemmungen verursachen. Gleichzeitig ist die Regenmenge seit mehreren Jahren zurückgegangen, so dass der Grundwasserspiegel bedrohlich sinkt.

Namibias Wirtschaft lebt vor allem vom Tourismus, dem Uran- und Diamantbergbau und Fischfang. Die medizinische Versorgung ist unzureichend, so dass sich ein regelrechter Gesundheitstourismus zwischen Namibia und Südafrika entwickelt hat. Tuberkulose ist in Namibia ein großes Problem, die HIV-Infektionsrate liegt bei etwa 16 Prozent und ist somit eine der höchsten weltweit.

Quellen: CIA The World Factbook, WHO, UNHCR

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