In einer Schule in Afrika bekommen Kinder Schulessen ausgeteilt.
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AfrikaGefahr droht von vielen Seiten

18-10-2017

Dürre, Starkregen und jetzt auch noch ein Schädling – die Natur setzt den Menschen in Kenia schwer zu. TERRA TECH und LandsAid halten dagegen.

"Der Wurm zerstört den Mais am Tag und in der Nacht", sagt Conslate Rose, eine Kauffrau und Landwirtin aus Sega im Siaya District. "Meine halbe Ernte ist zerstört." Im Dezember 2016 wurde der Schädling im Südwesten Kenias erstmals festgestellt. Jetzt haben die betroffenen Regionen die kenianische Regierung aufgefordert, den Notstand auszurufen.

Der Heerwurm, im vergangenen Jahr erstmals in Südafrika gesichtet, tritt auch im Südsudan auf. In der Entwicklungsstufe der Larve frisst er die Blätter der Pflanze, auf der er lebt. Das Gefährliche ist seine Verbreitungsgeschwindigkeit und die Zahl der Nachkommen. Der gesamte Lebenszyklus dauert gerade einmal zwei Monate. Deshalb müssen Pestizide häufig und intensiv gespritzt werden. Es ist schwierig, den Kreislauf des Befalls zu durchbrechen.

Ein Versuch, den Hunger in Kenia zu mindern

"Wir versuchen, den Hunger in Kenia durch Schulessen zu mindern und unterstützen mit einer Partnerorganisation vor Ort in Kisumu lokale Initiativen. So wollen wir zumindest eine Mahlzeit am Tag gewährleisten", erklärt Hans Musswessels, Vorsitzender von LandsAid.

Das gemeinsame Projekt mit TERRATECH konzentrierte sich zunächst auf Aids-Waisen: Großmütter kochen für die Kinder und werden hierbei durch Spenden unterstützt. Sie erhalten sowohl Lebensmittel als auch Ausrüstung für die Küche. LandsAid und TERRATECH weiten diese Form der Hilfe aus: Mit einem lokalen Partner haben die Frauen eine Modellfarm gebaut. Die erzielten Gewinne werden für ein Schulessenprojekt verwendet. Eine Erweiterung der Farm ist geplant, wodurch das Projekt unabhängig von externer Hilfe werden wird.

Der Heerwurm verstärkt die Krise

Der Schaden durch den Heerwurm im Süden Kenias wird durch Dürren und anschließende Überschwemmungen im Norden verschlimmert. Besonders hart trifft es dort die vor allem nomadisch lebenden Hirten des Turkana-Volkes. Damit die Tiere in der Halbwüste überleben können, sind die jährlich auftretenden Regenzeiten von fundamentaler Bedeutung. Besonders kritisch wird es deshalb während einer Dürreperiode wie in den vergangenen beiden Jahren.

Im April 2016 setzte Regen ein, der heftiger als je zuvor war und das Land überschwemmte. Die starken Temperaturschwankungen waren für die geschwächten Tiere das Todesurteil. Bisher konnte der Hunger der Menschen in der Region durch Mais aus dem Süden bekämpft werden – doch dies wird durch den Wurmbefall sehr schwierig.

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