von Aktion Deutschland Hilft
Wir sind unterwegs mit Steffi Neu und Nick von Przewoski vom WDR zum Rhino Camp im Norden Ugandas. Es gehört zu den größten Flüchtlingssiedlungen dort und wird von Malteser International versorgt. Für das “WDR 2 Weihnachtswunder” wollen sich die beiden WDR-Journalist:innen hautnah ein Bild von den Hilfsprojekten machen, wir vom Bündnis begleiten sie dabei.
Ankunft in Uganda: Erste Hilfe
Wild gackernd flüchtet ein Huhn den Hang hinauf. Aufgewirbelter Staub hüllt Fußgänger am Straßenrand ein. Er bremse nur für Schlaglöcher, sagt unser Fahrer augenzwinkernd, und legt seinen Geländewagen sicher in die Kurve.
Täglich kommen im Rhino Camp mehrere Hundert Geflüchtete aus der DR Kongo, dem Sudan und Südsudan an. Viele reisen zu Fuß, mit dem Moped-Taxi „Boda-Boda“ oder in einem der Busse vom UNHCR, die an der Grenze bereitstehen.
Im Ankunftscenter erhalten die Menschen erstmal das Nötigste: vor allem Essen, Kleidung und medizinische Versorgung. Mangelernährte Kinder wie die 10 Monate alten Zwillinge Sarah Taisa und Grace Marata von Elina Roba aus dem Südsudan werden direkt in einer Mutter-Kind-Klinik untergebracht. Elina Roba ist erst vor einer Woche im Rhino Camp angekommen, alleine auf der Flucht vor den Rebellen und ihrem gewalttätigen Ehemann.
Eigenes Einkommen erwirtschaften
Die erste Woche im Camp verbringen Neuankommende in Sammelunterkünften. Durch geringere finanzielle Unterstützung, unter anderem auch durch die Kürzungen der UN, stehen den Helfer:innen nur noch 60 Prozent der Mittel zur Verfügung, um die Menschen mit Mahlzeiten zu versorgen.
In Uganda werden sie möglichst schnell in neuangelegte Orte umgesiedelt. Land stellt der Staat kostenfrei zur Verfügung. Die Hilfsorganisationen bohren Brunnen, geben Baumaterial für Hütten und Ackergeräte aus. In den ersten Monaten werden die Menschen noch mit Lebensmitteln versorgt, mit Öl, Reis, Salz.
Aber das ist nicht genug, um satt zu werden. Schnell müssen sie eigene Einkommensquellen erschließen, etwa indem sie Gärten anlegen oder an Projekten wie denen der Malteser zur Bienenzucht oder gemeinsamen Landwirtschaft teilnehmen.

Unterwegs durchs Rhino Camp
Das Gebiet des Rhino Camps ist riesig: Überall, wo wir sind, erleben wir ein herzliches Willkommen für Geflüchtete und reelle Chancen auf einen Neuanfang: Für Elina Roba und ihre mangelernährten Zwillingsmädchen wie auch für Sarah, die wir in einer der neueren Siedlungen kennenlernen.
Sie floh mit ihren drei kleinen Kindern, nachdem Rebellen ihr Dorf überfallen und ihren Mann getötet hatten. Sarahs Nachbarn sind schon weit in der Bestellung ihrer Gärten mit Mais und Cassava, einer Maniok-Pflanze. Die junge Mutter ist aber dabei aufzuholen, und wir sind uns sicher, dass sie es schaffen wird.
Auch für sie wurden Spenden beim “WDR 2 Weihnachtswunder” gesammelt. Gemeinsam gegen den Hunger mit viel Hilfe zur Selbsthilfe – und wie im Rhino Camp mit Hilfe für einen Neubeginn.
+++ Spendenaufruf +++
Aktion Deutschland Hilft, Bündnis der Hilfsorganisationen,
bittet um Spenden für das WDR 2 Weihnachtswunder 2025.
Stichwort: WDR 2 Weihnachtswunder
IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30, BIC: BFSWDE33XXX






