Nothilfe Ukraine6 Monate nach Kriegsbeginn: Winterhilfe läuft an

18-08-2022

von Aktion Deutschland Hilft

Sechs Monate nach Ausbruch des Krieges am 24. Februar geht die groß angelegte Hilfsaktion für die Ukraine in eine neue Phase: Trotz der aktuellen Sommerhitze bereiten viele Organisationen im Bündnis Aktion Deutschland Hilft schon intensiv die Winterhilfe für die Not leidende Bevölkerung vor.

"Das ist von elementarer Bedeutung, sonst wird nicht nur der Krieg, sondern auch der Winter weitere Menschenleben fordern," sagt Manuela Roßbach, Vorständin von Aktion Deutschland Hilft, einem Zusammenschluss aus mehr als 20 Hilfsorganisationen.

Tausende Menschen erhalten Winterhilfe

Rechtzeitig vor Beginn der kalten Jahreszeit unterstützen die Bündnisorganisationen mit ihrer Winterhilfe Zigtausende Frauen, Männer und Kinder in Not, die teilweise in Ruinen leben müssen. Renovierungsarbeiten sollen im Krieg beschädigte Privathäuser, Kindergärten und Schulen winterfest machen: Fenster und Türen werden ersetzt, Dächer und Wände ausgebessert, Gebäude isoliert und Heizungen repariert.

Auch Sammelunterkünfte für Binnenflüchtlinge, Gemeinschaftszentren und leerstehende Gebäude wie ehemalige Sanatorien werden soweit instandgesetzt, dass winterfester Wohnraum entsteht.

Heizgeräte und warme Kleidung für Menschen aus der Ukraine

Helfer:innen verteilen außerdem Heizgeräte und feste Brennstoffe, warme Kleidung, festes Schuhwerk, Decken und Matratzen. Von den Hilfsorganisationen aus dem Bündnis haben unter anderem CARE, die Johanniter, Malteser International, AWO International und der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB)  Programme für die Winterhilfe erarbeitet.

Schon seit Kriegsbeginn stehen die Bündnisorganisationen von Aktion Deutschland Hilft den Leidtragenden dieser humanitären Katastrophe bei. Eine beeindruckende Spendensumme in Höhe von 231,3 Millionen Euro ermöglichte dabei in den vergangenen sechs Monaten humanitäre Hilfe in gewaltigem Umfang.

Zahlen & Fakten zur Nothilfe in der Ukraine

Mehr als 63.000 Helfer:innen linderten bereits die Not der Menschen – in umkämpften Gebieten zum Teil unter Lebensgefahr.

In 5.100 Transporten rollten rund 13.700 Tonnen Hilfsgüter zu den Empfängern: Lebensmittel, Dinge des täglichen Bedarfs (Windeln, Kleidung, Hygieneartikel) sowie dringend benötigte Medikamente, Verbände und medizinische Geräte für Krankenhäuser.

Darüber hinaus entstanden Aufnahmezentren und Notunterkünfte für Geflüchtete in der Ukraine, den Anrainerstaaten und Deutschland. Schwer kranke Kinder wurden aus der Ukraine evakuiert und in deutschen Krankenhäusern behandelt. Psychologische Hilfe fing viele von den Kriegserlebnissen schwer traumatisierte Kinder und Erwachsene auf.

Hilfe für 2,3 Millionen Menschen aus der Ukraine

Insgesamt erreichte die Ukraine-Nothilfe unserer Bündnisorganisationen gut 2,3 Millionen Frauen, Männer und Kinder. Für all diese Aktivitäten werden auch weiterhin Spendengelder eingesetzt – und benötigt.

Humanitäre Hilfe steht vor neuen Herausforderungen

Denn die humanitäre Hilfe in der Ukraine steht weiter vor Herausforderungen: Benzin ist knapp und teuer, und auch die deutlich gestiegenen Preise für Hilfsgüter und Energie erschweren die Arbeit der Hilfsorganisationen.

"Umso wichtiger ist, dass die Solidarität und Spendenbereitschaft der Menschen weiterhin erhalten bleibt", betont Manuela Roßbach. "Denn dieser Krieg ist für die Betroffenen nach wie vor nicht Routine, sondern ein Albtraum, der immer noch anhält."


An die Redaktionen: Wir vermitteln Ihnen gerne Gesprächs- und Interviewpartner zur humanitären Lage in der Ukraine sowie zur Nothilfe der Bündnisorganisationen. Kontaktieren Sie unsere Pressestelle!

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
bittet dringend um Spenden für die betroffenen Menschen aus der Ukraine.

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