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NahostkonfliktSo helfen die Mitgliedsorganisationen von Aktion Deutschland Hilft in Nahost

23-08-2006

So helfen die Mitgliedsorganisationen von Aktion Deutschland Hilft

Die Mitgliedsorganisationen von Aktion Deutschland Hilft sind mit ca. 260.000 Euro in Vorleistung getreten, um Nothilfe für die Flüchtlinge im Libanon zu leisten. Bereits vor der erneuten Eskalation der Gewalt waren ADRA, Kinderhilfswerk Global Care, Malteser und WorldVision im Land tätig. In den ersten Wochen der Kampfhandlungen konnte humanitäre Hilfe aufgrund der Sicherheitslage und der mangelnden Zugangswege nur sehr eingeschränkt geleistet werden.

Aktion Deutschland Hilft begrüßt daher den - wenn auch brüchigen - Waffenstillstand, der dazu geführt hat, dass bereits vielen Bedürftigen geholfen werden konnte und sich die Situation mittlerweile leicht verbessert hat. Die Schrecken der kriegerischen Auseinandersetzungen schweben jedoch weiter über der Region.

Die Verwendung der Gelder für humanitäre Hilfe im Libanon verteilt sich vor allem auf folgende Bereiche:

Medizinische Hilfe
arche noVa (DPWV) hat ein Health Kit nach Beirut gebracht. Die enthaltenen Medikamente garantieren einen Monat lang die basismedizinische Versorgung von 30.000 Menschen. Diese Medikamente werden über ein mobiles Gesundheitsteam im Südlibanon verteilt.
Malteser International hat über seine Partnerorganisation vor Ort Medikamente für zehn beschädigte Gesundheitszentren bereit gestellt, in denen täglich über 1.000 Patienten betreut werden. Am Montag hat die Organisation eine mobile Artzpraxis in den Libanon geschickt, um Kriegsverletzte und Kranke im Süden des Landes zu versorgen.
World Vision stellt mit Medikamenten die medizinische Grundversorgung von etwa 20.000 Menschen sicher. Sämtliche Medikamente wurden bei action medeor geordert.

Hygiene
Am schlimmsten war zunächst die hygienische Situation in den Flüchtlingslagern. Daher haben CARE und World Vision Hygiene-Sets an tausende Flüchtlinge verteilt, zunächst aufgrund der Sicherheitslage nur im Großraum Beirut. ADRA hat ebenfalls in Beirut 500 Familien mit Hygienesets und Küchenutensilien ausgestattet.
Bedarf an Hygieneartikeln ist mittlerweile aufgrund der zurück gekehrten Flüchtlinge auch im Süd-Libanon, wo die Mitgliedsorganisation sich ebenfalls mit Nothilfe engagieren.

Trinkwasserversorgung
In einer Hilfslieferung von World Vision waren zwei Wasseraufbereitungsanlagen enthalten, eine davon wird World Vision in den südlichen Dörfern Marjeyoun und Rmeish einzusetzen, die zweite wird CARE ebenfalls im Südlibanon aufbauen. Weiterhin hat World Vision 96.000 Wasserentkeimungstabletten für die Trinkwasser-Versorgung von Haushalten geliefert.

Nahrungsmittel
Malteser International und Kinderhilfswerk Global Care (DPWV) haben in Jezzine Nahrungsmittel an mehrere Tausend Bedürftige verteilt.
Mittelfristig werden sich Mitgliedsorganisationen wie World Vision, die ohnehin seit Jahren im Nahen Osten tätig sind, für die Wiederherstellung der Infrastruktur (vor allem in Wasser-Projekten) und der Landwirtschaft einsetzen.

Weitere Maßnahmen ergeben sich aus den Assessments (Bedarfserhebungen), die gerade durchgeführt werden.

Im Gaza-Streifen kümmern sich terratech, World Vision und CARE um die medizinische Basisversorgung. CARE ist zudem in Wasser- und Ernährungsprojekten engagiert. – Auch hier ist jedoch nach erneuter Zuspitzung der Lage eine Erweiterung der Hilfsaktivitäten dringend notwendig. Leider schränken auch hier die Sicherheitslage sowie Beschränkung der Zufahrtswege bzw. die Möglichkeiten humanitärer Hilfe ein.

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
bittet dringend um Spenden für die weltweite Nothilfe

Spenden-Stichwort: Nothilfe weltweit
IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30, BIC: BFSWDE33XXX
Spenden-Hotline: 0900 55 10 20 30 (Festnetz kostenfrei, mobil höher)
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© Aktion Deutschland Hilft: Hilfe für die Flüchtlinge im Libanon