von den Johannitern
Vergangene Woche wurde das Al-Tayeb-Gesundheitszentrum in Nord-Gaza wiedereröffnet. Bis zu 300 Menschen pro Tag erhalten hier jetzt wieder eine medizinische Versorgung. Das Zentrum ist das dreizehnte, welches die Johanniter zusammen mit ihren Partnern nun in Gaza betreiben.
Wiederaufbau von zwei Gesundheitszentren
Um das schwer geschädigte Gesundheitssystem weiter zu stärken, haben die Johanniter gemeinsam mit der britischen Organisation UK-Med zwei durch Luftangriffe zerstörte Gesundheitszentren in Gaza Stadt und im Norden des Gazastreifens wieder aufgebaut.
In einem feierlichen Akt konnte vergangene Woche das Al-Tayeb-Gesundheitszentrum in Jabalia, in Nord-Gaza, eingeweiht werden. Bereits im Dezember wurde das Sheikh-Radwan-Krankenhauses eröffnet. In beiden Einrichtungen werden nun täglich zusammen rund 1.300 Menschen behandelt.
Öffentliche Aufmerksamkeit für Gaza schwindet
“Mit dem Ausbruch des Irankrieges hat sich die öffentliche Aufmerksamkeit von Gaza abgewandt, obwohl die humanitäre Lage weiterhin dramatisch ist. Die Luftangriffe durch Israel werden fortgesetzt und humanitäre Hilfe wird weiterhin blockiert.
Unter diesen Umständen ist die Eröffnung des Al-Tayeb-Gesundheitszentrums umso wichtiger, da es dazu dienen wird, lebensrettende medizinische Versorgung in einem Gebiet bereitzustellen, in dem kaum Gesundheitsdienste zur Verfügung stehen.”
Sophia Buller, Länderbüroleiterin für den Nahen Osten
Partnerschaftliche Zusammenarbeit
Für den Wiederaufbau des Gesundheitszentrum arbeiteten die Johanniter und UK-Med mit der Weltgesundheitsorganisation, dem UNDP und dem Gesundheitsministerium zusammen. Gemeinsam wurden Trümmer beseitigt, das Gelände geebnet, Zelte aufgebaut und die für den Betrieb dieser Einrichtung erforderlichen Wasser- und Stromanschlüsse installiert.
“Der Bedarf an medizinischer Versorgung ist enorm”
Wie wichtig die Wiederaufnahme des Betriebs in der Einrichtung ist, beschreibt Dr. Joseph Maina, medizinischer Koordinator bei UK-Med: “Bereits am Eröffnungstag kamen über 250 Menschen zur Behandlung. Da es im Gouvernement Nord-Gaza nur zwei Kliniken für zehntausende Vertriebene und Rückkehrer gibt, ist der Bedarf an medizinischer Versorgung enorm.”
Trotz allem bleibt die Lage angespannt:
“Wir arbeiten unter enormem Druck aufgrund des kritischen Mangels an lebenswichtigen Medikamenten, um den Bedarf der Bevölkerung zu decken. Hinzu kommen Beschränkungen bei Treibstoff und Öl für Fahrzeuge und Generatoren, die das ohnehin schon überlastete Gesundheitssystem in Gaza erheblich beeinträchtigen und den Betrieb der Einrichtungen einschränken.”
Dr. Joseph Maina, medizinischer Koordinator bei UK-Med
Die Johanniter in Gaza
Die Johanniter leisten zusammen mit ihren Partnern JUZOOR, St. John Eye Hospital und UK-Med an insgesamt dreizehn Standorten umfassende medizinische Hilfe. Von Impfungen, über Mutter-Kind-Versorgung, basismedizinischer Versorgung, Augenheilkunde bis zur Behandlung von Mangel- und Unterernährung leisten die Teams eine tägliche Versorgung für rund 92.000 Patientinnen und Patienten pro Monat. Die Maßnahmen werden vom Auswärtigen Amt ko-finanziert.
Aktion Deutschland Hilft, Bündnis von mehr als 20 Hilfsorganisationen, leistet Nothilfe gemäß dem humanitären Imperativ. Dieser besagt unter anderem: Jeder Mensch hat das Recht, humanitäre Hilfe zu erhalten. Ausschlaggebend ist alleine der Bedarf an Hilfe. Weitere Informationen.
+++ Spendenaufruf +++
Aktion Deutschland Hilft, Bündnis der Hilfsorganisationen,
bittet dringend um Spenden für die betroffenen Menschen in Nahost.
Stichwort: Nothilfe Nahost
IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30, BIC: BFSWDE33XXX
Jetzt online spenden!






