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NahostkonfliktGeberkonferenz Libanon. Malteser fordern umfassende Hilfe für Libanon

30-08-2006

Die Malteser fordern die internationale Staatengemeinschaft anlässlich der Geberkonferenz im schwedischen Stockholm zu umfassender Hilfe für den Libanon auf. „Die Zerstörung ist enorm. In Bint Dschbeil sind vier Fünftel der 1.500 Häuser zerstört. Das Gesundheitswesen im Südlibanon muss fast komplett neu aufgebaut werden“, berichtet Ingo Radtke, Leiter Malteser International, von seinem Besuch im Libanon in der vergangenen Woche. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO arbeiten von den 202 Gesundheitszentren in den Distrikten Bint Dschbeil und Marjayoun nur noch 34. Auch drei Gesundheitszentren der Malteser sind beschädigt. Eines, das direkt an der israelischen Grenze liegt, ist vollständig zerstört.

Die Malteser richten im Südlibanon drei mobile Ärzteteams ein, welche die Bevölkerung in den zerstörten Orten behandeln. „Wir rechnen damit, dass die Teams bis zu zwei Jahre lang arbeiten müssen, damit die Menschen überhaupt medizinisch versorgt werden können“, so Radtke. Außerdem prüfen die Malteser weitere Projekte wie die Bereitstellung von Trinkwasser im Grenzgebiet. „Damit die Hilfe von allen Seiten akzeptiert wird, ist es wichtig, dass die verschiedenen Bevölkerungsgruppen zusammenarbeiten“, sagt Radtke. Die libanesischen Malteser betreiben ein Zentrum im Südlibanon gemeinsam mit der gemäßigten schiitischen „Imam Sadr-Stiftung“ und beschäftigen Ärzte und Krankenschwestern aus allen vier großen Bevölkerungsgruppen des Libanon.

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