Hunger im JemenJemen: Die bittere Armut trennt Familien

06-11-2019

von Care

"Als ich meine Tochter wegschicken musste, habe ich jeden Tag nur geweint, erzählt Iftikhar, eine alleinerziehende Mutter aus Taizz. Sie ist verwitwet und muss unter schwierigsten Bedingungen für ihre fünf Kinder sorgen. "Ich habe keinen anderen Ausweg gesehen."

Nach vier Jahren Krieg leiden die Menschen im Jemen quälenden Hunger und bittere Not. Viele der Familien mussten vor Tod und Gewalt fliehen; die meisten haben damit nicht nur ihr Zuhause, sondern auch ihre Lebensgrundlage verloren. Vielen Müttern wie Iftikhar fehlt Nahrung für ihre Kinder. Die wenigsten wissen, wie ihre Zukunft aussieht. Mehr als 80 Prozent der Bevölkerung ist auf Humanitäre Hilfe angewiesen.

Armut brachte die Familie auseinander

Ihre einzige Hoffnung, die Schulden zurückzuzahlen, waren die fünf Schafe ihres Bruders. Eigene Nutztiere sind in vielen armen und konfliktbelasteten Ländern eine wichtige Einnahmequelle. Die Aufzucht hätten sie sich teilen können. Doch für die Haltung der Tiere fehlte Iftikhar ein geeigneter Platz.

Die einzige Möglichkeit, die Familie ernähren zu können, war es, ihre jüngste Tochter Zahra (Name geändert) mit den Schafen zu ihrer Großmutter zu schicken, um die Tiere dort großzuziehen und so wenigstens ein kleines Einkommen zu sichern.  

Hilfe in der Not: "Endlich können wir uns wieder umarmen"


Iftikhar ist eine von vielen Frauen in Not, die von unserem Bündnismitglied CARE finanzielle Hilfe sowie Lebensmittel und sauberes Trinkwasser erhalten. Die Bonner Hilfsorganisation gehört zu den wenigen in Deutschland, die seit 1993 trotz anhaltender Kämpfe im Jemen Nothilfe leisten. Mit der Unterstützung von CARE konnte Iftikhar ihre Schulden zurückzahlen und ein neues Gitter für die Schafe errichten.

Zahra kehrte zu ihrer Mutter zurück. Die Freude der beiden war riesig, beim Wiedersehen strahlten sie über das ganze Gesicht. "Ich bin dankbar für das, was CARE uns gegeben hat. Ich konnte meine Schulden bezahlen. Doch das Geld ist nichts im Gegensatz zu der Erleichterung die ich verspüre, meine Tochter wieder bei mir zu haben. Endlich können wir uns wieder umarmen", sagt Iftikhar.

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
nimmt Spenden für die Betroffenen im Jemen entgegen unter:

Spenden-Stichwort: Hunger Jemen
IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30, BIC: BFSWDE33XXX
Spenden-Hotline: 0900 55 10 20 30 (Festnetz kostenfrei, mobil höher)
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