Ein Vater mit seiner kleinen Tochter auf dem Gelände des Al-Sabeen Hospitals in Sanaa – kleine Kinder sind durch eine Cholera-Infektion besonders gefährdet.

Hunger im JemenSituation im Jemen spitzt sich zu: action medeor schickt Medikamente

14-07-2017

von action medeor

Die Weltgesundheitsorganisation schlägt Alarm: seit Juni hat sich die Zahl der Menschen, die im Jemen an Cholera gestorben sind, beinahe verdoppelt. Inzwischen gibt es mehr als 1.700 Opfer, über 320.000 Menschen wurden krank.

action medeor liefert viele Tonnen Medikamente

action medeor hat bereits eine Sendung mit über vier Tonnen Medikamenten im Wert von über 65.000 Euro auf den Weg gebracht und plant aktuell weitere Hilfslieferungen. „Wir stehen im engen Kontakt mit Partnern vor Ort. Besonders dringend benötigt werden Infusionslösungen und auch Antibiotika, um die vielen Cholera-Kranken zu behandeln“, berichtet Bernd Pastors, Vorstandssprecher von action medeor. „Noch heute wird deshalb eine Hilfssendung mit einem Umfang von drei Tonnen unser Lager verlassen.

Enthalten sind insbesondere Infusionsmaterial und Medikamente zur Behandlung von Durchfallerkrankungen sowie Wasserentkeimungstabletten“. Die Sendung wird noch in der nächsten Woche durch die Partnerorganisation humedica in den Jemen gebracht. Eine weitere Hilfssendung mit einem Wert von 30.000 Euro ist momentan bei action medeor in Vorbereitung und soll noch in diesem Monat an die Partner im Jemen verschickt werden.

Über die Infektionskrankheit Cholera

Cholera ist eine schwere Infektionskrankheit, die durch verschmutztes Wasser oder Nahrungsmittel übertragen wird und vor allem in Gebieten mit schlechten hygienischen Verhältnissen verbreitet ist. Besonders gefährlich ist Cholera für Kinder sowie alte und kranke Menschen.

Viele Gesundheitseinrichtungen im Jemen zerstört

Seit Anfang 2015 tobt im Jemen ein verheerender Bürgerkrieg. Die Kämpfe forderten das Leben von tausenden Zivilisten und verursachten weitreichende Zerstörungen an Infrastruktur und medizinischen Einrichtungen. Laut einer Schätzung der Weltgesundheitsorganisation sind weniger als 45 Prozent der Gesundheitseinrichtungen im Land noch voll funktionsfähig, das Gesundheitssystem ist inzwischen fast vollständig zusammengebrochen. So kann sich die eigentlich leicht zu behandelnde Cholera rasch ausbreiten.

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
nimmt Spenden für die Betroffenen im Jemen entgegen unter:

Spenden-Stichwort: Hunger Jemen
IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30, BIC: BFSWDE33XXX
Spenden-Hotline: 0900 55 10 20 30 (Festnetz kostenfrei, mobil höher)
oder online spenden