Ein Junge im Südsudan

Hilfe für FlüchtlingeLandsAid versorgt Bürgerkriegsflüchtlinge in Kenia

06-09-2017

von LandsAid

LandsAid versorgt Bürgerkriegsflüchtlinge in Kenia

Durch den noch immer wütenden Bürgerkrieg im Südsudan ist die Hälfte der Bevölkerung auf Nahrungsmittellieferungen angewiesen. Knapp ein Viertel der Südsudanesen befindet sich auf der Flucht. LandsAid will zwei Flüchtlingscamps in Kenia möglichst nachhaltig unterstützen. Dafür startet jetzt ein Team das Assessment vor Ort in Kalobeyei und Kakuma.

Die Krankenschwestern  Carola Gerhardinger und Annette Eichhorn-Wiegand planen für LandsAid seit dieser Woche vor Ort, welche medizinische Hilfe benötigt und welche Geräte angeschafft werden müssen. Es wird zudem geprüft, ob Schulungen für lokale Hilfskräfte möglich und sinnvoll sind. LandsAid will die entstanden Versorgungslücken nicht nur kurzfristig schließen, sondern dauerhafte Lösungen finden.

„Ausgebildetes Fachpersonal in den Lagern ist ein Schlüssel zu mehr Selbstständigkeit ihrer Bewohner und deren Versorgung. So sind die Menschen weniger auf internationale Hilfe angewiesen und können ihr Leben wieder selbst in die Hand nehmen“, erklärte Dr. Ralf Bürger, Arzt und Vorstandsmitglied bei LandsAid, den Sinn des Einsatzes. 

Schwierige Bedingungen für humanitäre Hilfe

Die Arbeit von Hilfsorganisationen wird im Südsudan durch Unsicherheit, fehlende Infrastruktur und administrative Hürden behindert. Als Folge der anhaltenden Unsicherheit – und den damit ausfallenden Ernten – sind ungefähr sechs Millionen Menschen auf Nahrungsmittellieferungen angewiesen. Das entspricht der Hälfte der Bevölkerung des Landes. 100.000 Bewohner sind akut vom Hungertod bedroht. Vier Millionen Menschen mussten ihre Heimat verlassen.

Hintergrundinformationen zur Situation im Südsudan

Das jüngste anerkannte Mitglied der internationalen Staatengemeinschaft wird seit knapp vier Jahren von einem verheerenden Bürgerkrieg verwüstet. Nur zwei Jahre nach der Unabhängigkeit vom Sudan, brach im Dezember 2013 der Bürgerkrieg im Südsudan aus. Trotz vielversprechenden Friedensverhandlungen schweigen die Waffen auch heute noch nicht. Der 2015 geschlossene Friedensvertrag wird regelmäßig verletzt.

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