von Aktion Deutschland Hilft
Das Ebola-Virus breitet sich in der DR Kongo weiterhin rasant aus. Nach Angaben lokaler Gesundheitsbehörden gibt es inzwischen mehr als 8.000 bestätigte Fälle. Inzwischen wurde die oft tödlich verlaufende Erkrankung auch in neuen, bisher nicht betroffenen Regionen nachgewiesen.
Aufgrund eines weit verbreiteten Misstrauens gegenüber lokalen Behörden und der Existenz des Virus melden sich viele erkrankte Menschen jedoch nicht bei Symptomen. Bündnisorganisationen von Aktion Deutschland Hilft und ihre lokal tätigen Partner führen umfassende Aufklärungskampagnen durch, um über die Folgen der Erkrankung zu informieren und für eine aktive Mitarbeit zu werben.
Aufklärung durch Radiospots oder Lautsprecherdurchsagen
Das Epizentrum des Ebola-Ausbruchs liegt im Osten der Demokratischen Republik Kongo, wo bewaffnete Konflikte die humanitäre Lage zusätzlich verschärfen. Über Radiosendungen und mehrsprachige Spots, Lautsprecherdurchsagen auf Märkten sowie Hausbesuche durch lokale Gesundheitsteams wurden die Menschen über Symptome und Schutzmaßnahmen informiert.
Auch Schulen wurden einbezogen: Bestehende Gesundheitsclubs und Lehrkräfte wurden geschult, um Präventionswissen weiterzugeben. Zusätzlich wurden stark frequentierte Orte mit Handwaschmöglichkeiten und Materialien zur Infektionsprävention und zur Kontrolle ausgestattet. Auch für die ugandischen Grenzregionen besteht das Risiko einer Ausbreitung.
Vorsorge in Grenzregionen
In den Distrikten Arua und Koboko stärkte ein lokaler Partner von AWO International deshalb die Ebola-Prävention. “Der Ebola-Ausbruch im benachbarten Kongo zeigt, wie wichtig gute Vorsorge auch in den ugandischen Grenzregionen ist. Wer die Symptome und Schutzmaßnahmen kennt, kann sich und andere besser schützen”, sagt Kathrin Zimmermann, Büroleiterin von AWO International in Uganda.
Ein weiterer Ansatz ist die Schulung von Gruppenleiter:innen, die ihr Wissen an die Gemeinschaft weitergeben. In gefährdeten Fischergemeinden hat arche nova 90 Menschen zu Gesundheitshelfer:innen ausgebildet. Über den Seeweg und durch die geografische Isolation ist die Kontaktverfolgung und Überwachung der Ausbreitung hier besonders schwierig.
Auch im benachbarten Uganda besteht durch die Nähe zur Grenzregion weiterhin die Gefahr einer Ausbreitung der lebensbedrohlichen Krankheit. CARE beteiligt sich daher in gefährdeten Gebieten an der Aufklärung durch die Schulung von 85 Medienschaffenden und Influencer:innen.
Unterstützung von Ebola-Behandlungszentren
In den betroffenen Gemeinden dienen spezialisierte Behandlungszentren als zentrale Anlaufstellen für Erkrankte. Angesichts der hohen Zahl an Patient:innen können viele Einrichtungen den wachsenden Bedarf von medizinischem Material nicht mehr selbstständig decken. Help – Hilfe zur Selbsthilfe unterstützt lokale Gesundheitszentren mit Desinfektionsmitteln wie Chlor oder mit sauberem Trinkwasser.
Handicap International beliefert abgelegene Dörfer mit Medikamenten und Schutzkleidung. HelpAge hat über einen lokalen Partner 45 angepasste Latrinensitze für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen bereitgestellt. Das Kinderhilfswerk Stiftung Global-Care unterstützt beim Bau von Handwaschstationen.
+++ Spendenaufruf +++
Aktion Deutschland Hilft, Bündnis der Hilfsorganisationen,
bittet um Spenden für die von der Ebola betroffenen Menschen.
Stichwort: Ebola Zentralafrika
IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30, BIC: BFSWDE33XXX






