WasserZugang zu verbesserten Sanitäranlagen

Infografik: Zugang zu sanitärer Grundversorgung
 
Verbesserte Sanitäranlagen reichen von einfachen geschützten Grubenlatrinen bis hin zu Spültoiletten mit Anschluss an eine Abwasserentsorgung. Kübellatrinen, bei denen die Exkremente händisch entfernt werden müssen sowie öffentliche und offene Latrinen zählen nicht zu dieser Kategorie. Primär geht es darum, eine Fäkalienentsorgung sicherzustellen, die verhindert, dass Menschen und Tiere mit den Exkrementen in Berührung kommen.
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Ein Zugang zu verbesserter Sanitärversorgung – was genau bedeutet das?

Verbesserte Sanitäranlagen reichen von einfachen geschützten Grubenlatrinen bis hin zu Spültoiletten mit Anschluss an eine Abwasserentsorgung. Kübellatrinen, bei denen die Exkremente händisch entfernt werden müssen sowie öffentliche und offene Latrinen zählen nicht zu dieser Kategorie. Primär geht es darum, eine Fäkalienentsorgung sicherzustellen, die verhindert, dass Menschen und Tiere mit den Exkrementen in Berührung kommen.

Die Situation in Zahlen

Das Millenniumsentwicklungsziel der sanitären Grundversorgung wird bis 2015 nicht erreicht. Laut Schätzungen der Vereinten Nationen verfügten 2010 etwa 2,5 Milliarden Menschen nicht über einen verbesserten Zugang zu Sanitärversorgung. Statt den anvisierten 75 Prozent verfügen erst 63 Prozent der Weltbevölkerung über eine verbesserte Sanitärversorgung. Zudem müssen noch immer 15 Prozent – 1,1 Milliarden Menschen – ihre Notdurft im Freien verrichten. Doch auch wenn sich Verbesserungen nur langsam einstellen, ist der Trend der sich innerhalb von 10 Jahren abzeichnete positiv: So stieg der Anteil der Personen an der Weltbevölkerung, die einen verbessertem Zugang zu Sanitäranlagen haben um 14 Prozent und etwa 10 Prozent weniger müssen ihre Notdurft im Freien verrichten.

Die Folgen

Gibt es keine sanitären Einrichtungen und keine Abwasserentsorgung gelangen Exkremente und Abwasser ins Trinkwasser. Die Folgen sind verheerend: So sind verunreinigtes Trinkwasser und mangelnde Hygiene Hauptursache für Krankheiten, wie Durchfall oder Cholera und kosten täglich rund 5.000 Menschen das Leben.
Ein verbesserter Zugang zu sanitären Einrichtungen hingegen birgt enorme Vorteile in vielen Bereichen: So verringert sich die Kindersterblichkeit, es muss weniger Geld für medizinische Behandlungen ausgegeben werden, die Lebensqualität verbessert sich und es wird der Grundstein für ein würdevolles Leben geschaffen.

Regionale Trends

Latrine

Je nach Region zeigen sich erhebliche Unterschiede. Besonders betroffen sind die Länder Afrikas südlich der Sahara sowie weite Teile Asiens. So benutzen 45 Prozent der Menschen in Subsahara-Afrika entweder nicht verbesserte Sanitäranlagen oder gemeinschaftliche Toiletten. Zudem verrichten 25 Prozent ihre Notdurft im Freien.
In Südasien ist die Anzahl der Menschen die gemeinschaftliche oder nicht verbesserte Einrichtungen benutzen zwar geringer – allerdings verrichten dort 41 Prozent der Menschen ihre Notdurft im Freien. Allein ein Drittel der Menschen ohne einen Zugang zu verbesserter Sanitärversorgung lebt in Indien.

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