KatastrophenvorsorgeKatastrophenvorsorge: Vorbeugen ist besser als heilen

Es trifft Entwicklungsländer oftmals nicht unerwartet, aber ohne ausreichende Vorbereitung: Naturkatastrophen wie Erdbeben, Überflutungen und Wirbelstürme treffen verstärkt auf arme Länder und stürzen jedes Jahr viele Millionen Menschen in tiefste Not.

Aktion Deutschland Hilft – Das Bündnis deutscher Hilfsorganisationen hat sich 2001 zusammengeschlossen, um zu helfen. In mehr als 70 Länder haben wir seitdem Medikamente, Feldlazarette, Nahrungsmittel, Wasseraufbereitungsanlagen, Decken, Zahnpasta, Zelte, Saatgut und vieles mehr gebracht. Tausende Menschen haben medizinische und psychosoziale Betreuung erhalten, Handwerke erlernt. „Gemeinsam schneller helfen“ ist dabei unser Leitmotiv.

Um den zum Teil immer wieder betroffenen Menschen nachhaltig zu helfen, haben wir uns ein weiteres Ziel gesetzt: Katastrophenvorsorge. Denn vorbeugen ist besser als heilen – und billiger! Je besser Vorsorge umgesetzt wird, desto weniger ist ein Land im Katastrophenfall auf Hilfe von außen angewiesen. Katastrophenvorsorge retten Leben. Und bringt konkrete Einsparungen bei notwenigen Nothilfeleistungen.

Beispiele für Katastrophen-Vorsorge:

  • Bereits seit 2006 führen die Mitarbeiter von Malteser International Katastrophenvorsorge in Myanmar durch. Gemeinsam mit den Gemeinden werden Vorsorgepläne entwickelt und Freiwillige in Erster Hilfe ausgebildet. Um eine sichere Evakuierung im Katastrophenfall zu ermöglichen, werden Fluchtwege aufgeschüttet und Brücken gebaut, außerdem bauen die Malteser zyklonresistente Gesundheitszentren und Schulen als Evakuierungszentren. Dass das System funktioniert zeigte sich, als 2010 Zyklon Giri über das Land fegte: Die Katastrophenvorsorge-Komitees organisierten den rechtzeitigen Rückzug in die Evakuierungszentren.

  • Seit dem schweren Erdbeben 2009 auf Sumatra werden von den Mitarbeitern der Johanniter Unfallhilfe Erste-Hilfe-Kurse in der Region Padang durchgeführt. Zuerst wurden sechs Personen zu Erste-Hilfe-Trainern ausgebildet, die anschließend Kurse für Schulen, Universitäten, Gesundheitsstationen, die lokale Verwaltung, Frauen- und Jugendorganisationen und weitere Gemeindegruppen abhalten. Kurse in Katastrophenvorsorge und Erster Hilfe wurden in den Regionen Aceh, Nias, Padang, Westpapua und Sulawesi durchgeführt. Es konnten fast 60.000 Menschen erreicht werden.

  • Ein Baustein der Hilfe nach dem Erdbeben in Haiti ist die Wiederaufforstung eines 40 Hektar großen Landstreifens. World Vision bepflanzt unter Einbindung der lokalen Bevölkerung einen 50 Kilometer langen Küstenstreifen in Haiti mit Vetiver- und Elefantengras. Damit werden zwei wichtige Ziele erreicht: Die Bepflanzung schützt die Küste vor Erosion und die Wiederaufforstung bietet den Helfern die Chance, wieder eigenes Einkommen zu erwirtschaften.

  • In Madagaskar hilft CARE Dorfbewohnern der Ostlüste, die regelmäßig Opfer von Zyklonen und Überschwemmungen werden. Sie erhalten beispielsweise Saatgut, das einen kürzeren Reifezyklus hat und die Ernte somit bereits vor der Zyklonsaison eingeholt werden kann. Außerdem werden sie bei der Erarbeitung von Notfallplänen unterstützt und sturmsichere Fluchtorte werden beispielsweise in Schulen errichtet.

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
bittet um Spenden für die Katastrophenvorsorge:

Spenden-Stichwort: Katastrophenvorsorge
Spenden-Hotline: 0900 55 10 20 30 (Festnetz kostenfrei, mobil höher)
IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30, BIC: BFSWDE33XXX
Sicher online spenden!