Internationaler Tag zur Beseitigung der Gewalt gegen Frauen

Frauen im Fokus Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen

23-11-2015

Alljährlich wird am 25. November der „Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen“ begangen. Hintergrund ist die traurige Geschichte der drei Schwestern Mirabel. Diese hatten sich in der Dominikanischen Republik gegen die Diktatur unter Trujillo zur Wehr gesetzt und wurden nach monatelanger Folter am 25. November 1960 vom militärischen Geheimdienst in einen Hinterhalt gelockt und brutal getötet.

Seit 1981 wird der Todestag der drei unbeugsamen dominikanischen Frauen zum Anlass genommen, um Gewalt gegen Frauen zu thematisieren und auf Unrechtslagen aufmerksam zu machen. 1999 griffen die Vereinten Nationen das Datum auf und verabschiedeten eine Resolution, die den 25. November zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen machte.

Gewalt gegen Frauen ist weit verbreitet

Gewalt an Frauen gibt es überall und sie hat viele Facetten. Sie kennt keine Grenzen – weder geographische, noch soziale oder ethnische. Gewalt gegen Frauen gehört zu den am weitesten verbreiteten Menschenrechtsverletzungen. Man geht davon aus, dass über 35 Prozent aller Frauen weltweit mindestens einmal im Leben Opfer sexueller oder physischer Gewalt sind. In mehr als der Hälfte der Fälle ist der Partner oder Lebensgefährte für diese Taten verantwortlich.

Obwohl sie stark zurückgegangen ist, bleibt Genitalverstümmelung weiterhin verbreitet. So leben derzeit weltweit mindestens 133 Millionen Frauen, die beschnitten wurden. Die Folgen für die Opfer sind vielfältig und reichen von Schmerzen beim Wasserlassen über schwere Komplikationen bei der Geburt bis hin zu Blutvergiftungen und dem Tod. Auch Frauenhandel und Ehrenmorde gehören noch immer zur traurigen Realität vieler Frauen und Mädchen.

Wenig strafrechtlicher Schutz für Frauen


Gesetze schützen die Frauen nur in wenigen Ländern. Tatsächlich leben 2,6 Milliarden Frauen und Mädchen in Ländern, in denen häusliche Gewalt und sexueller Missbrauch in der Ehe nicht strafbar ist. Mehr als 4,4 Millionen Frauen und Mädchen werden sexuell ausgebeutet, arbeiten als Sexsklavinnen oder Prostituierte.

Viel zu häufig bleiben die Täter unbestraft. Frauen und Mädchen haben zu große Angst über das zu sprechen, was ihnen angetan wurde. Durch Sensibilisierungskampagnen soll deshalb das öffentliche Bewusstsein für die Rechte von Frauen weltweit geschärft werden.

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