LänderinformationTadschikistan

Tadschikistan – ein Überblick

  • Karte: Tadschikistan liegt in Zentralasien. Es grenzt an Kirgistan, Usbekistan, Afghanistan und China. Der Großteil des Landes liegt im Hochgebirge.
  • Einwohner: Die meisten Menschen sind Tadschiken und stammen von einer iranischen Volksgruppe ab. Zu den vielen ethnischen Minderheiten in dem muslimisch geprägten Land gehören Usbeken und Kirgisen.
  • Armut: Nach der Unabhängigkeit verfiel das Land in einen Bürgerkrieg, dessen Folgen bis heute zu spüren sind. Tadschikistan gilt als das ärmste Land der ehemaligen Sowjetunion.

Die Geschichte prägt das heutige Leben der Einwohner

Die Jahre unter sowjetischer Herrschaft sowie die gesellschaftlichen, sozialen und wirtschaftlichen Folgen des Bürgerkrieges (1992 bis 1997) prägen das Leben der Menschen in Tadschikistan bis heute.

Die Lebensbedingungen sind vielerorts schwierig: Die Armutsrate ist hoch, wirtschaftliche Perspektiven fehlen, Gesundheits- sowie Bildungssystem sind marode und die Menschenrechtslage ist problematisch.


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Politisch in Tadschikistan und die Rolle Russlands

Tadschikistan wurde 1924 innerhalb von Usbekistan anhand künstlicher Grenzen gegründet. Die UdSSR erklärte das Land 1929 zu einer Unionsrepublik innerhalb der Sowjetunion, die bis zum Ende des Kalten Krieges bestand. Auf die ungewollte Unabhängigkeit 1991 folgten politische Unruhen, die das Land in einen Bürgerkrieg führten.

In Tadschikistan gibt es demokratische Strukturen. Korruption ist jedoch verbreitet, die Presse-, Meinungs- sowie Versammlungsfreiheit sind eingeschränkt und für unabhängige Journalisten ist die Arbeit sehr schwierig.

Die Menschen leben häufig unter der Armutsgrenze

Viele Menschen in Tadschikistan leben von der Landwirtschaft. Ein großer Teil der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze. Viele Menschen leben im Ausland, um einen Teil ihres Verdienstes in die Heimat zu schicken.

Einige Grenzregionen zu Afghanistan gelten als gefährlich. Dort sowie an den Grenzen zu Usbekistan und Kirgistan gibt es zudem schlecht gekennzeichnete Minenfelder.

Quellen: Bundeszentrale für politische Bildung, CIA (The World Factbook), GIZ (LI Portal), Auswärtiges Amt (Stand: 09/2019)

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