In Simbabwe herrscht vielerorts bittere Armut und Hunger. Zwei kleine Kinder sitzen vor einer Hütte im Armenviertel.

ArmutArmut: Was ist das eigentlich?

16-10-2013

Armut wird als Zustand gravierender sozialer Benachtteilung verstanden, der eine Mangelversorgung mit materiellen Gütern und Dienstleistungen nach sich zieht. Sie lässt sich nicht monokausal erklären, denn Armut ist ein mehrdimensionales und vielschichtiges Problem, deren Ursachen und Folgen sich gegenseitig bedingen und verstärken.

Die verschiedenen Formen von Armut

Um sich dem Begriff der Armut anzunähern, haben Wissenschaftler ihn in drei Kategorien unterteilt: die „absolute“, die „relative“ und die „gefühlte“ Armut. Was genau man unter den einzelnen Begriffen versteht, soll im Folgenden erläutert werden. Doch egal von welcher Art Armut man spricht – immer geht es um die ungleiche Verteilung von Chancen, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

Absolute Armut

Lebt jemand in absoluter Armut, so ist er nicht mehr in der Lage seine Grundbedürfnisse zu befriedigen. Der Zugang zu Nahrung, Wohnraum und Gesundheitsvorsorge kann nicht mehr sichergestellt werden. Als absolut arm gilt derjenige, der nur über ein Einkommen von 1,25 US-Dollar am Tag verfügt. Weltweit fallen etwa 1,2 Milliarden Menschen in diese Kategorie. Dies hat ein Leben am äußersten Rand der Gesellschaft zu Folge. Es ist ein ständiger Kampf ums Überleben.

Relative Armut

Als relativ arm gilt derjenige, dessen Einkommen weniger als die Hälfte des Durchschnittseinkommens beträgt. Somit beschreibt die relative Armut eine Armut, die sich am sozialen Umfeld des Menschen orientiert.

Gefühlte Armut

Gefühlte Armut hat nichts mit Einkommensgrenzen zu tun. Sie entspringt einem subjektiven Gefühl. Fühlt sich ein Menschen aufgrund seiner wirtschaftlichen Situation gesellschaftlich ausgegrenzt, spricht man von gefühlter Armut. Die betreffenden Personen haben den Eindruck nicht integraler Bestandteil der Gesellschaft zu sein. Gefühlte Armut hängt stark mit Perspektivlosigkeit zusammen.

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