Kinder im Südsudan erhalten in der Schule eine Mahlzeit.

ArmutArmut: Was ist das eigentlich?

Mehr als 760 Millionen Menschen weltweit leben in extremer Armut. Das bedeutet: Diesen Menschen mangelt es an Mitteln, um ihre Grundbedürfnisse zu befriedigen. Folgen dieser Mittellosigkeit sind Hunger, Durst und Wohnungslosigkeit sowie Folgen für die Gesundheit und soziale Ausgrenzung.

Millionen Menschen weltweit leben unter der Armutsgrenze

Die weltweite Armut ist ein mehrdimensionales und vielschichtiges Problem und die Folgen bedingen und verstärken sich gegenseitig – es ist ein Teufelskreis der Armut. Vor allem in Subsahara-Afrika und Südasien leben viele Menschen unterhalb der internationalen Armutsgrenze. Frauen, Kinder und alte Menschen leiden besonders unter Armut.

Es gibt drei Formen von Armut: absolute, relative und gefühlte Armut. Was die Formen gemein haben: Es geht um die ungleiche Verteilung von Chancen für Menschen, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

Absolute Armut: Weniger als 1,90 US-Dollar am Tag

Absolute Armut bedeutet, dass ein Mensch aus materiellen Gründen nicht in der Lage ist,  seine Grundbedürfnisse zu befriedigen. Die Weltbank definiert einen Menschen als extrem arm, wenn ihm pro Tag weniger als 1,90 US-Dollar zur Verfügung stehen. Dieser Betrag gilt als finanzielles Minimum, das ein Mensch zum Überleben braucht.

Unter dieser internationalen Armutsgrenze leben weltweit 767 Millionen Menschen. Das Leben dieser Kinder, Frauen und Männer ist geprägt von extremer Armut: Sie leiden unter Hunger und sind häufig mangel- oder unterernährt. Oftmals können sie sich keine Medikamente leisten, selbst für Krankheiten, die gut zu behandeln sind. So wirkt sich die Armut auch auf ihre Gesundheit aus. Auch der Zugang zu Bildung oder Wohnraum ist zahlreichen armen Menschen auf der Welt nicht möglich.

Relative Armut bezieht sich auf soziale Ungleichheit

Wenn das Einkommen eines Menschen unter dem Durchschnittseinkommen eines Landes liegt, spricht man von relativer Armut. Die relative Armut orientiert sich also am sozialen Umfeld eines Menschen. Sie bezieht sich, anders als die absolute Armut, auf soziale Ungleichheit.

Gefühlte Armut: Ausgrenzung & Diskriminierung

Gefühlte Armut wird nicht an Einkommensgrenzen gemessen. Sie entspringt einem subjektiven Gefühl, wenn sich ein Mensch wegen seiner wirtschaftlichen Situation gesellschaftlich ausgegrenzt oder diskriminiert fühlt.

Quellen: UN, Worldbank, BMZ, Armut.de (Januar 2018)

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