Gabun ist vergleichsweise relativ wohlhabend. Doch die Landwirtschaft produziert nicht genug Nahrung für alle Bewohner, weshalb immer wieder Hungersnöte ausbrechen.

LänderinformationGabun

Ein Überblick

Gabun liegt an der westlichen Atlantikküste in Zentralafrika und ist etwa halb so groß wie Spanien. Etwa vierzig verschiedene ethnische Gruppen mit eigenen Sprachen und Kulturen leben in dem dünn besiedelten Land. Im afrikanischen Vergleich und inmitten der bürgerkriegsgeplagten zentralafrikanischen Krisenregion gilt Gabun als Stabilitätsanker. Demokratische Strukturen sind in der Verfassung verankert, ethnische Auseinandersetzungen gibt es nicht. Die Amtssprache Französisch beherrschen rund 80 Prozent der Bevölkerung. Im Alltag wird überwiegend Bantu gesprochen. Die Mehrheit der Bevölkerung bekennt sich zum Christentum.

Humanitäre Situation

Gabun ist eines der reichsten Länder der Subsahara und liegt im Index der menschlichen Entwicklung der Vereinten Nationen auf Platz 110 von 188. Das Einkommen ist jedoch sehr ungleich verteilt. Etwa ein Drittel der Bevölkerung lebt in extremer Armut.

Trotz Mühen der Regierung ist der Menschenhandel ein großes Problem. In Gabun arbeiten viele Kinder aus Nachbarländern unter extremen Bedingungen im Bergbau, in der Landwirtschaft und werden gezwungen, sich zu prostituieren. Rituelle Tötungen sind im Land immer noch verbreitet. Die Haftbedingungen in den überfüllten Gefängnissen sind schlecht. Die Justiz folgt den Vorgaben der Politik.

Politische Lage

Bis heute gibt es Auseinandersetzungen mit Äquatorialguinea über die von Gabun besetzte Insel Mbane aufgrund der dortigen Rohstoffvorkommen.

Die Situation vor Ort

Gabuns Wirtschaft und der Reichtum des Landes basieren auf den Exporten von Erdöl und Tropenhölzern aus den großen Waldbeständen. Trotzdem leiden viele Menschen Hunger. In der Landwirtschaft werden nicht genug Lebensmittel erzeugt, um die Bevölkerung zu ernähren.

Die medizinische Versorgung im Land ist besonders abseits der großen Städte unzureichend, es gibt kein gut ausgebildetes ärztliches Personal. HIV ist unter Erwachsenen die häufigste Todesursache. Doch auch viele leicht behandelbare Krankheiten wie Durchfall und Malaria kosten vor allem Kindern das Leben.

Quellen: The World Factbook, AA, UNHCR

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