Südliches AfrikaNahrungsknappheit im südlichen Afrika-Hilfsprojekte von CARE

01-04-2003

In großen Teilen des südlichen Afrika herrscht extreme Nahrungsmittelknappheit - Ergebnis einer der schlimmsten Dürreperioden der letzten zehn Jahre. Da die Saat auf den Feldern vertrocknet ist, können die Farmer kaum noch etwas auf dem Markt verkaufen; die Preise der wenigen noch verfügbaren Produkte schnellen in die Höhe. Selbst Wild und Wildfrüchte, auf die die Menschen früher in Notzeiten zurückgreifen konnten, gehen zu Ende. Viele Familien sind gezwungen, ihr Vieh und die gesamte Habe zu verkaufen, um an Lebensmittel zu kommen. Dies jedoch ist nur eine kurzfristige Lösung. Millionen Menschen droht extremer Hunger bis hin zum Hungertod. Besonders betroffen sind Kinder, ältere Menschen, schwangere und stillende Frauen.
Die Krise, die sich in dieser Region abzeichnet, wird durch verschiedene Faktoren verstärkt; das größte Problem aber ist die Armut. CARE arbeitet daher im südlichen Afrika zusammen mit den örtlichen Gemeinden daran, deren vordringlichste Probleme zu lösen. Dabei ist es uns wichtig, mit unseren Partnerorganisationen gemeinsame Lösungen zur nachhaltigen Armutsbekämpfung zu finden.

Gegenwärtig unterstützen wir die folgenden Länder nicht nur durch die Verteilung von lebensnotwendigen Nahrungsmitteln; ein zentraler Schwerpunkt unserer Arbeit liegt vielmehr auch auf Maßnahmen, die Nahrungskrisen diesen Ausmaßes künftig vermeiden helfen. Denn: In den langfristigen Entwicklungsprojekten liegt ein Schlüssel zur Vorbeugung von Katastrophensituationen.

In Malawi hat CARE seine landwirtschaftlichen Aktivitäten ausgeweitet und ist dabei, zusätzlich Cassava-Stecklinge an Farmer zu verteilen. CARE gehört zu einem Netzwerk von Gemeindeverbänden und Organisationen, das die Regierung auffordert, kostenlos Mais an besonders Bedürftige zu verteilen und einen Plan zu erarbeiten, um künftig Nahrungsmittelknappheit zu vermeiden. Über Flugblätter wurden 90.000 Farmer darüber informiert, wie die Mitglieder der Gemeinden einander unterstützen können. Darüber hinaus plant CARE ein längerfristiges Nothilfeprogramm.

In Mosambik weitet CARE seine landwirtschaftlichen Aktivitäten sowie sein Programm zu Förderung von Einkommen schaffenden Maßnahmen aus. Wir bereiten die Verteilung von Wasserkanistern vor und geben Saatgut von Feldfrüchten mit gestaffeltem Produktionszyklus aus. Das Ziel: eine über mehrere Monate kontinuierliche Ernte. Kulturen wie Tomaten, Zwiebeln, Salat, Rosenkohl und Kohl wachsen schnell und können von Hand bewässert werden. CARE setzt sein Programm fort, Dürre-resistente Kulturen wie Süßkartoffeln und Ananas einzuführen. Wir arbeiten mit staatlichen und nichtstaatlichen Organisationen zusammen, um eine Strategie zur nachhaltigen Bekämpfung der Dürren zu entwickeln.

In Sambia weitet CARE die Nahrungsmittelverteilung in den am schlimmsten betroffenen Gebieten der Süd- und Nordprovinzen aus. CARE leitet eine Gruppe von Regierungsbehörden und nichtstaatlichen Organisationen, die sich auf Ernährungssicherung, Bewusstseinsbildung und Lobbyarbeit konzentrieren. CARE hat die einzige umfassende Untersuchung erstellt, die zu einer breit angelegten Datenerhebung und - daraus resultierend - zu einem besseren Verständnis der Situation Sambias beiträgt. Die Ergebnisse werden helfen, Nahrungsmittel rascher zu beschaffen und Strategien für die Zukunft zu entwickeln. CARE unterstützt darüber hinaus Institutionen, die in anderen kritischen Regionen den Landes arbeiten, z.B. der Ostprovinz.

In Simbabwe setzt CARE das laufende Ernährungsprogramm für 130.000 Kinder unter 14 Jahren fort. Im April startete CARE zudem ein Programm zur Verteilung von Nahrungsmitteln, mit dem mehr als 200.000 Menschen erreicht werden sollen. Beide Programme lassen sich bei Bedarf ausbauen.

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