von den Johannitern
Die Johanniter und die britische Hilfsorganisation UK-Med haben gemeinsame Maßnahmen gestartet, um die zerstörte medizinische Infrastruktur im Gazastreifen wieder aufzubauen.
Wiedereröffnung eines Krankenhauses
Hierzu werden zwei durch Luftangriffe zerstörte Gesundheitszentren in Gazastadt und im Norden des Gazastreifen wieder in Betrieb genommen.
Einen ersten Erfolg konnten sie bei der Sanierung und Wiedereröffnung des Sheikh-Radwan-Krankenhauses im Norden des Gazastreifens erzielen. Als einziges funktionierendes Krankenhaus vor Ort versorgt es nun wieder rund 1.000 Menschen täglich.
“Das Krankenhaus bietet ein breites Spektrum an Leistungen, wie die Behandlung von Kriegsverletzungen, Infektionskrankheiten und chronischen Krankheiten. Aber auch präventive Maßnahmen wie Impfungen und eine umfassende Mutter-Kind-Versorgung werden durchgeführt”, berichtet Sophia Buller, Johanniter-Länderbüroleiterin für den Nahen Osten.
Ein herausfordernder Winter steht bevor
Besonders jetzt in den Wintermonaten ist medizinische Hilfe essentiell. Denn Starkregen, Stürme und sinkende Temperaturen stellen die Bevölkerung vor enorme Herausforderung.
In ihren Zelten, zerstörten Häusern oder Wohnungen können sie sich kaum vor dem Wetter schützen. Zusätzlich sind die Menschen durch die akute Hungerkrise und weiterhin mangelnden Zugang zu sicherem Trinkwasser stark geschwächt.
Starker Anstieg von Erkältungskrankheiten
Die anhaltenden Luftangriffe verschärfen die Situation weiter. So warnen die Ärzte von Johanniter-Partner UK-Med bereits vor einem starken Anstieg von Atemwegserkrankungen.
“In unsere beiden Feldkrankenhäusern hatten wir im letzten Monat bereits bis zu 30 Prozent mehr Patientinnen und Patienten mit Atemwegserkrankungen”, berichtet David Wightwick, Geschäftsführer von UK-Med in England.
Kinder und Ältere besonders gefährdet
“Besonders die am stärksten gefährdeten Personen - Kinder und ältere Erwachsene - sind dem größten Risiko ausgesetzt. Für sie kann eine Erkältung schnell zu einer lebensbedrohlichen Lungenentzündung werden. Deshalb ist ein funktionierendes Gesundheitssystems, das Krankheiten frühzeitig erkennt, unerlässlich,” so Wightwick weiter.
Die Johanniter in Nahost
Die Johanniter sind mit einem Länderbüro in Jordanien in der Region vertreten und koordinieren von hier die Projekte mit ihren Partnern in Gaza, Westjordanland, Libanon und Syrien. Seit Kriegsbeginn leisten sie zusammen mit ihren Partnern St John Eye Hospital und Juzoor täglich medizinische Hilfe in Gaza und Westjordanland.
Gemeinsam mit den neuen Partner UK-Med sowie Juzoor und dem St John Eye Hospital werden nun bis Sommer 2027 zehn medizinische Zentren im gesamten Gazastreifen unterstützt. Das Projekt wird vom Auswärtigen Amt ko-finanziert.
Aktion Deutschland Hilft, Bündnis von mehr als 20 Hilfsorganisationen, leistet Nothilfe gemäß dem humanitären Imperativ. Dieser besagt unter anderem: Jeder Mensch hat das Recht, humanitäre Hilfe zu erhalten. Ausschlaggebend ist alleine der Bedarf an Hilfe. Weitere Informationen.
+++ Spendenaufruf +++
Aktion Deutschland Hilft, Bündnis der Hilfsorganisationen,
bittet dringend um Spenden für die betroffenen Menschen in Nahost.
Stichwort: Nothilfe Nahost
IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30, BIC: BFSWDE33XXX
Jetzt online spenden!






