Zahlreiche Häuser in Nepal stehen unter Wasser.
© CARE/Nepal

Monsun SüdasienFragen und Antworten zum Monsun in Südasien

06-09-2017

Millionen Kinder, Frauen und Männer sind von den verheerenden Überschwemmungen und Erdrutschen in Südasien betroffen. Doch was bedeutet das für die Menschen in Nepal, Indien und Bangladesch? Und wie helfen die Bündnisorganisationen von Aktion Deutschland Hilft den Not leidenden Menschen vor Ort? Antworten finden Sie in diesem FAQ.

Was hat der Monsun in Südasien angerichtet?

Über 700.000 Menschen sind in Bangladesch schutzlos den Fluten ausgeliefert: Zwischen den großen Strömen Jamuna, Padma und Brahmaputra haben die Wassermassen zahlreiche Gebäude stark beschädigt oder zerstört. In Nepal wurden 43.000 Häuser zerstört und 192.000 beschädigt. Zeitweise stand in Bangladesch und Nepal je ein Drittel des Landes unter Wasser.

Im Nordosten Indiens suchten rund 200.000 Menschen Zuflucht in Notaufnahmelagern, weitere 15.000 mussten im östlichen Bundesstaat Bihar ihre Häuser verlassen.

Hinzu kommt: Da in Indien, Bangladesch und Nepal über 18.000 Schulgebäude zerstört wurden, können hundertausende Kinder nicht zur Schule gehen.

Wie viele Menschen sind vom Monsun in Südasien betroffen?

Mehr als 40 Millionen Menschen sind allein in Bangladesch, Indien und Nepal vom sintflutartigen Monsunregen betroffen. Verheerende Überschwemmungen und Erdrutsche waren die Folge. Menschen mussten ihre Häuser verlassen und verloren alles, was sie nicht in Sicherheit bringen konnten. Ernten sind zerstört und Vieh ist verendet - so werden die Folgen auch in den kommenden Monaten spürbar sein.

Mindestens 2.100 Menschen sind zu Tode gekommen - allein in den Bergen Nepals starben bei Erdrutschen mehr als 100 Menschen. Da Gebiete jedoch teilweise von der Außenwelt abgeschnitten sind und viele Menschen vermisst werden, gehen die Behörden vor Ort von noch höheren Opferzahlen aus. Wegen unterspülter Straßen sind Krankenhäuser und öffentliche Gebäude für viele Menschen unerreichbar.

Notunterkünfte, Lebensmittel, Medikamete und Trinkwasser sind es, worauf die Menschen nun dringend angewiesen sind. Die starken Regenfälle sollen Experten zufolge anhalten. So steigt durch verseuchtes Trinkwasser das Risiko für Krankheiten wie Durchfallerkrankungen oder Malaria.

Wie und wo hilft Aktion Deutschland Hilft?

Bündnisorganisationen von Aktion Deutschland Hilft sind in Südasien für die betroffenen Menschen aktiv.

  • Wir verteilen Nahrungsmittel wie Reis, Mehl, Salz und Öl
  • Wir stellen den Betroffenen Wasser und Hygieneartikel zur Verfügung, damit sich durch verunreinigtes Wasser übertragbare Krankheiten wie Cholera nicht ausbreiten
  • Wir helfen den Menschen, die ihr Zuhause verloren haben, mit Zelten, Decken, Moskitonetzen, Lebensmitteln und Küchenutensilien
  • Wir errichten Notunterkünfte und versorgen die Betroffenen der Überschwemmungen in dafür eingerichteten Stationen
  • Wir verteilen Gehhilfen, Rollstühle, Prothesen und Orthesen an Menschen mit Behinderung, die ihre eigenen Hilfsmittel beim Hochwasser verloren haben
  • Wir säubern gemeinsam mit der Bevölkerung vor Ort Brunnen, damit genug Trinkwasser zur Verfügung steht, und unterstützen Schulen und Haushalte mit Chlortabletten zur Wasserreinigung

Wann ist ein Ende des starken Monsunregens in Sicht?

Der diesjährige Monsun gilt als heftigster seit 40 Jahren. Experten rechnen damit, dass die Regenfälle noch bis Oktober anhalten. Für die betroffenen Menschen vor Ort könnte sich die Situation also weiter verschärfen.

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
bittet dringend um Spenden für die vom Monsun bedrohten Menschen in Südasien:

Spenden-Stichwort: Monsun Südasien
Spendenkonto: IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30
Spenden-Hotline: 0900 55 10 20 30 (Festnetz kostenfrei, mobil höher)
oder online spenden