Hilfe für Flüchtlinge"Aleppo sieht aus wie Berlin nach dem zweiten Weltkrieg"

14-12-2016

von World Vision

World Vision bereitet Einsatz für zehntausende Zivilisten aus Aleppo vor

Als Reaktion auf die Evakuierung weiter Teile von Aleppo bereitet sich die internationale Hilfsorganisation World Vision auf einen Einsatz für Flüchtlinge aus der zerstörten Stadt vor. In den umliegenden Gebieten der Stadt sollen bis zu 100.000 Menschen mit Hilfsgütern versorgt werden.
World Vision plant vor allem die Verteilung von Decken, Matratzen, Trinkwasser und Hygieneartikeln im Nordwesten von Aleppo. Derzeit arbeitet die Organisation dort in den Orten Tel Abiad, A´zaz, Jarabulus und im Manbij Distrikt. Hier unterstützt World Vision Hospitäler mit Ausrüstungen und medizinischen Gütern. Außerdem hat World Vision Kinder- und Mütterzentren eingerichtet und fördert den Einsatz mobiler Kliniken.

Conny Lenneberg, Regionalverantwortliche von World Vision im Nahen Osten erklärt: „Jetzt kommt es darauf an, dass die Menschen aus Aleppo schnell und sicher aus der Stadt gebracht werden können. Dorthin, wo Organisationen wie World Vision ihnen helfen können. Dafür brauchen wir einen sofortigen, vor allem unbefristeten, Stopp der Kämpfe!“

„Syrien braucht eine Lösung, an die sich alle halten“

World Vision fordert, dass umgehend ein Korridor für den sicheren Zugang von Hilfsorganisationen nach Aleppo eingerichtet wird. Viele Menschen sind nicht in der Lage, die Stadt zu verlassen. Doch auch in der Stadt selbst wird Hilfe dringend benötigt.

Tim Costello, Chefberater von World Vision: „Aleppo sieht aus wie Berlin nach dem zweiten Weltkrieg. Die internationale Gemeinschaft hat komplett versagt. Und der Krieg in Syrien ist jetzt auch nicht vorbei. Wenn wir den 5 Millionen aus Syrien in die Nachbarländer Geflüchteten keine Sicherheit bieten, werden sie nicht zurückkehren.“

Costello stellt klare Forderungen an die internationale Gemeinschaft: „Wenn wir den Menschen nicht helfen, sind wir nur Barbaren. Syrien braucht eine Lösung, an die sich alle Beteiligten halten. Sonst geht der Krieg weiter.“

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