Eine Frau in Indien in einer improvisierten Unterkunft

Flut IndienFAQ: Häufig gestellte Fragen zur Flut in Indien

21-08-2018

von Aktion Deutschland Hilft

In Indien hat der Monsun eine Jahrhundertflut verursacht. Fast eine Million Menschen haben ihr Zuhause verloren. Sie harren in Notunterkünften aus und brauchen dringend Nahrungsmittel, Trinkwasser und Medikamente. Viele haben alles verloren.

Indien: Das schwerste Hochwasser seit einem Jahrhundert

Erfahren Sie in diesem FAQ mehr über die aktuelle Lage in Indien und wie Bündnisorganisationen von Aktion Deutschland Hilft den Menschen Hilfe leisten.
(letztes Update: 23.08.2018)

Was ist in Indien passiert?

Der Monsun hat in Indien für schwere Überschwemmungen gesorgt. Den indischen Behörden zufolge ist es das schlimmste Hochwasser seit einem Jahrhundert. Im Bundesstaat Kerala im Süden des Landes sind 23 Millionen Kinder, Frauen und Männer von den Fluten betroffen. Fast eine Million Menschen haben ihr Zuhause verloren und sind obdachlos. Sie harren nun in Notunterkünften aus.

Mehr als 360 Menschen kamen bisher durch die Fluten oder bei Erdrutschen ums Leben. Immer wieder einsetzende Regenfälle erschweren die Hilfe vor Ort weiterhin.

Wie ist die aktuelle Lage in der betroffenen Region?

Viele einfach gebaute Hütten wurden durch die Wassermassen zerstört oder weggespült. Außerdem machten Erdrutsche zahlreiche Häuser unbewohnbar. Fast eine Million Menschen haben ihr Zuhause verloren.

Große Teile der Infrastruktur sind beschädigt: Vielerorts sind die Wasserquellen zerstört oder verunreinigt, viele Straßen und Brücken können nicht mehr befahren werden, auch der Zugverkehr war kurzzeitig unterbrochen. Es kommt zu Behinderungen im Flugverkehr. Haushalte im Bundesstaat Kerala sind immer wieder ohne Strom.

Aufgrund der zerstörten Infrastruktur, des anhaltenden Regens und der Erdrutsche ist der Zugang zu vielen Gegenden schwer. In entlegenen Bergregionen ist das Ausmaß der Katastrophe noch nicht abzusehen.

Wie viele Menschen sind von der Flut betroffen?

Insgesamt sind 23 Millionen Menschen von der Flutkatastrophe in Indien betroffen. Darunter sind etwa 7 Millionen Kinder.

Fast eine Million Menschen haben durch die Wassermassen ihr Zuhause verloren. Während kleine Hütten von den Fluten weggespült wurden, machten Erdrutsche viele an Hängen gebaute Häuser unbewohnbar.

Mehr als 360 Menschen starben durch die Überschwemmungen; die meisten ertranken oder kamen bei Erdrutschen ums Leben.

Was benötigen die Menschen in Indien jetzt am dringendsten?

Neben Notunterkünften benötigen die betroffenen Kinder, Frauen und Männer dringend Lebensmittel, sauberes Trinkwasser und Hygieneartikel. Wo sauberes Trinkwasser fehlt und mangelnde Hygiene herrscht, erhöht sich das Seuchenrisiko. Die Angst vor Epidemien und Krankheiten wie Malaria wächst.

Viele Menschen müssen medizinisch betreut und mit Medikamenten versorgt werden. Die Überschwemmung könnte sich auch auf die Lebensmittelversorgung in den kommenden Monaten auswirken: Ackerflächen wurden überflutet und Ernten zerstört.

Wie helfen die Hilfsorganisationen von Aktion Deutschland Hilft vor Ort?

Bündnisorganisationen von Aktion Deutschland Hilft sind vor Ort und helfen den Menschen in Not. Mit Trinkwasser, Lebensmitteln, Medikamenten und Notunterkünften. Möglich ist das nur mit Ihrer Spende!

So hilft unser Bündnis vor Ort:

  • Wir verteilen Nothilfe-Kits mit Nahrungsmitteln
  • Wir sichern die Versorgung mit sauberem Trinkwasser
  • Wir helfen mit Hygiene-Kits und schulen Menschen, damit sich durch Wasser übertragbare Krankheiten nicht ausbreiten
  • Wir leisten medizinische Hilfe im Katastrophengebiet
  • Wir verteilen Alltagsgegenstände wie Töpfe, Seife und Decken an die Menschen, die alles verloren haben


Die Hilfsorganisationen beobachten die Lage und prüfen, wo zusätzliche Hilfe benötigt wird. Dabei arbeiten sie eng mit Partnerorganisationen vor Ort zusammen. Dringend notwendig sind Notunterkünfte und weitere Hygiene-Kits. Dafür brauchen wir Ihre Unterstützung. Helfen Sie uns zu helfen - mit Ihrer Spende!


Der heftige Monsunregen hat in Indien für eine Jahrhundertflut gesorgt. Doch was ist eigentlich ein Monsun? Und wo und wann tritt er auf? Antworten auf diese und weitere Fragen finden Sie in diesem FAQ.

Fragen & Antworten rund um den Monsun

Was ist ein Monsun?

Der Monsun ist ein beständig wehender Wind in den Tropen und Subtropen. Der Begriff kommt aus dem Arabischen und bedeutet übersetzt "Jahreszeit". Das wichtigste Merkmal sind die Monsunwinde, die ihre Richtung ändern können. Das geschieht halbjährlich. Im Sommer und Winter wehen die Winde also aus verschiedenen Richtungen. Das beeinflusst Regen- und Trockenphasen in bestimmten Regionen.

Wie entsteht ein Monsun?

Die Entstehung eines Monsuns wird durch sehr viele Faktoren geprägt und unterscheidet sich regional. Manche Merkmale sind Monsunen in allen Regionen gemeinsam. Sie heißen "Monsunkriterien".

Dazu gehören die jahreszeitlichen Windrichtungsänderungen. Das geschieht, wenn sich der Luftdruck in bestimmten Zonen nahe dem Äquator ändert. Zum Indischen Monsun kommt es beispielsweise, wenn sich die Landmasse auf dem indischen Subkontinent im Sommer erwärmt. Dann steigt Luft auf – ein Hitzetief entsteht.

Beim Weg über den Indischen Ozean reichern sich die Luftmassen mit Wasserdampf an. Stößt die Luft auf ein Hindernis wie ein Gebirge, muss die Luft aufsteigen. Dabei kühlt sie ab und es entstehen schwere Wolken. Können sie die Feuchtigkeit nicht mehr halten, beginnt es zu regnen – oft für viele Monate.

Wann ist Monsunzeit?

Die Monsune bestimmen vor allem in Süd- und Südostasien (Bangladesch, Nepal, Indien) das Wetter. Deshalb wird das Jahr in dieser Region auch nicht nach den vier Jahreszeiten (Frühling, Sommer, Herbst und Winter), sondern nach dem Sommermonsun von Juni bis September und dem Wintermonsun von Dezember bis Februar eingeteilt.

Wo tritt der Monsun auf?

Im Raum des Indischen Ozeans ist der Monsun am stärksten ausgeprägt: vor allem in Bezug auf den indischen, aber auch auf den nordaustralischen und ostafrikanischen Monsun. Daneben gibt es die ostasiatische Monsuntendenz, ein westafrikanisches und ein amerikanisches Monsunsystem sowie eine Monsuntendenz im Mittelmeer. Das bedeutet, dass sich dort Monsune bilden können, die Wahrscheinlichkeit aber geringer ist.

Wie hilft unser Bündnis beim Monsun?

Unsere Hilfsorganisationen sind weltweit im Einsatz, um Leid zu lindern und Menschen in Not zu helfen – auch in Monsungebieten. Dort hilft unser Bündnis mit:

Katastrophenvorsorge

  • Wir helfen Menschen, ihre Häuser sicherer zu bauen
  • Wir bauen Tiefbrunnen, damit es auch im Katastrophenfall sauberes Wasser gibt
  • Wir errichten hochgelegene Speicherplätze, in denen Lebensmittel trocken lagern können
  • Wir bauen Evakuierungswege
  • Wir geben Kindern & Erwachsenen Schwimmkurse
  • Wir schulen Menschen in Erster Hilfe und erklären, wie sie Infektionskrankheiten wie Cholera vorbeugen können


Nothilfe

  • Wir verteilen sauberes Wasser, Lebensmittel und Babynahrung
  • Wir sichern die medizinische Versorgung
  • Wir verteilen Schutzplanen
  • Wir bauen Notunterkünfte und stellen Baumaterial bereit
  • Wir errichten Wasseraufbereitungsanlagen, damit die Menschen nachhaltig sauberes Trinkwasser erhalten
  • Wir verteilen Hilfsgüter wie Matratzen, Küchenutensilien und Haushaltsartikel


Jede Hilfe zählt. Schenken Sie den verzweifelten Menschen in Indien neue Hoffnung und helfen Sie jetzt - mit Ihrer Spende!

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
bittet dringend um Spenden für die Betroffenen der Flut in Indien:

Spenden-Stichwort: Flut Indien
Spendenkonto: IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30
Spenden-Hotline: 0900 55 10 20 30 (Festnetz kostenfrei, mobil höher)
oder online spenden